
Sabine Banovic „Schwarm“
„Ich zeichne das, was einen Musizierenden dazu verleitet, sein Gesicht zu verziehen. […]der Affektgehalt der Linie, die Beziehungen, die diese Anmutungen untereinander entwickeln und wieder lösen, dies alles spiegelt eine Form des Nachdenkens […]“
Als Meisterschülerin der japanischen Künstlerin Leiko Ikemura erinnern die Werke von Sabine Banovic an die fernöstliche Tuschemalerei, in der die Strichfolge und Linien entscheidend die Bildräume entstehen lassen. Die filigranen Linien, Verästelungen, Knoten und Flecken, die die Körper und Landschaften Banovics formen und zugleich auflösen, führen beim Eintauchen in ihre großformatigen Zeichnungen in mystische Zwischenwelten und Gedankenwolken.
Es tanzen die Dimensionen zwischen Nähe und Ferne. Assoziationen und damit verknüpfte Gefühle vermischen, spinnen sich fort und lassen den Betrachter seine erzählerischen Stränge suchen.
Doch insbesondere die Untiefen und der Wechsel zwischen den Kontrasten von Schwarz und Weiß lösen die flächigen Strukturen und Ebenen ihrer Bilder auf, sodass sie stets den kontemplativen Moment fordern. Die Gegensätze von Abstraktion und dem klar Erkennbaren changieren bewusst zwischen Leere und Fülle. Das Auge hält sich an die einzelnen Bedeutungsinseln als visuelle Anker fest, taucht in die zahlreichen Mikrokosmen ein und verliert sich am Ende wieder im diffusen Nebel der Linien.
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 Banovic, Sabine
◊ Wildpark,
2010
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 Banovic, Sabine
◊ Wiese, 2010
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 Banovic, Sabine
◊ Moos, 2011
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 Banovic, Sabine
◊ Lawine, 2010
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 Banovic, Sabine
◊ Held, 2010
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 Banovic, Sabine
◊ Geheimnis,
2010
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