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George Grosz, Hauptmann (zu George Shaw, Androklus und der Löwe), 1924

George Grosz, Hauptmann (zu George Shaw, Androklus und der Löwe), 1924

Aquarell, Rohrfeder und Feder in Schwarz auf festem genarbten Velinkarton. 1924.
48,4 x 23 cm.
Unten rechts mit Bleistift und Feder in Schwarz (teils unleserlich) bezeichnet "hauptmann/Hub. von Meyerink" (...), verso mit dem Nachlaßstempel, dort numeriert "UC-409-12".

Losnummer: 7092


Die faszinierende Welt des Theaters und des Kabaretts zog im brodelnden Berlin der 1920er Jahre viele Künstler in ihren Bann - so auch George Grosz. Mit nahezu allen Theaterregisseuren jener Zeit war er bekannt oder pflegte enge Freundschaften. Es ist also naheliegend, dass sich Grosz auch mit großer Hingabe dem Entwurf von Bühnenbildern, Kostümen und Figurinen zuwandte und seine Ideen mit größtmöglicher Fantasie umsetzte. 1924 stattete er die Komödie „Androklus und der Löwe" aus, die George Bernard Shaw 1912 als Nacherzählung des antiken Sklavenmärchens schrieb. Fotos von der Aufführung im Residenz-Theater belegen eine detailgenaue Übernahme der Grosz‘schen Entwürfe. Unser Blatt zeigt die Figur des Hauptmanns, dessen Rolle im Stück der Schauspieler Hubert von Meyerinck (1896-1971) übernahm. Grosz zeichnet ihn bewusst überspitzt als eigenständigen Typen und nicht als römischen Soldaten. Er kleidet ihn in einer Mischung aus traditioneller schottischer Tracht und militärischer Uniform, ergänzt durch römische Schnürsandalen, einen viel zu großen Stahlhelm und ein zeittypisches Monokel am rechten Auge. Nicht zuletzt wegen der grotesken Gesichtszüge des Mannes, die fast schon einer Fratze gleichen, gelingt dem großen Satiriker Grosz statt einem reinen Kostümentwurf ein beispielhaftes Typenportrait. Verso mit einer weiteren Bleistiftzeichnung. Wir danken Ralph Jentsch, Berlin, für freundliche Hinweise. Die Arbeit wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Arbeiten auf Papier aufgenommen.

Provenienz: Nachlass George Grosz, Berlin

Ausstellung: George Grosz, Alltag und Bühne - Berlin 1914-1931, Zentrum für verfolgte Künste im Kunstmuseum Solingen u.a. 2015 (Kat.-Abb. S. 102)
Das kleine Grosz Museum, Berlin 13.05.2022 - 25.11.2024

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.


Veranstaltungshinweise:

Am 28.11.2025 126. Auktion: Moderne und Zeitgenössische Kunst I


Schätzpreis: 24.000,-  EURO

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