Aquarell über Bleistift auf Papier, auf Karton kaschiert. 27,2 x 40,3 cm. Unten links in Bleistift signiert und datiert "Signac (19)05", im Himmel vereinzelt mit eigenh. Farbangaben. |
Losnummer: 6791
Noch ganz im Bann der Lagunenstadt Venedig, die Signac 1904 bereist hatte, hielt sich der Maler Ende 1905 in Marseille auf. In der Hafenstadt fand er das Licht wieder, das ihn seit Mitte der 1880er Jahr immer wieder an die südfranzösische Küste zog. An der Côte d’Azur hatte er auch das Aquarellieren als Ausdrucksmedium für sich entdeckt. Im Aquarell war Signac freier. Die konsequent divisionistische Manier weicht auch in vorliegendem Werk einem flüssigeren Duktus, ohne, dass das charakteristische Flirren verloren ginge. Als Lichtraum spielt das Weiß des Blattes eine den Farben gleichgestellte Rolle. Die zarten, pastelligen Töne geben jenen typischen Effekt gleißender Tage an südlichen Küsten wieder, an denen die Landschaftsfarben wie gedämpft, ja verschluckt wirken.
Provenienz: Sammlung Chauvin, Paris.
David B. Findlay Galleries, New York.
Sammlung Fessenden, New York.
Gebr. Douwes Galerie, Amsterdam.
Galerie Salis, Salzburg (1994).
Privatbesitz Norddeutschland.
Ausstellung: Salzburg 1986: Paul Signac. 1863-1935. Aquarelle, Ölgemälde, Zeichnungen. Galerie Salis, 24. Juli - 15. September 1986, Nr. 7.
Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.
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