 John Davies (*1946), London, arbeitet seit nahezu 40 Jahren an der Darstellung der menschlichen Figur. In Deutschland konnte man von ihm bereits 1977 auf der Documenta VI in Kassel szenische, raumgreifende Installationen mit lebensgroßen Männerfiguren sehen. Von zentraler Bedeutung in seinem Werk sind die "Köpfe", die in der Größe zwischen wenigen Zentimetern und nahezu zwei Metern variieren. Diese Köpfe sind nur vordergründig porträthaft oder realistisch. Ihr Blick fixiert auch kaum einmal den Betrachter als Gegenüber. In introspektiver Versunkenheit suggerieren sie den Rückzug auf sich selbst. Manchmal setzt John Davies die Köpfe mit kleinen Figuren zusammen in Kästchen und schafft so Schauplätze, deren inneren Zusammenhang wir nur erraten können: Sind es die Geister der Familie, die Vorfahren oder Nachgeborenen, die hier in Erscheinung treten?  |
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