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Mit der Auktion „Schmuck & Uhren“ verzeichnet das Kunsthaus Lempertz einen erfolgreichen Start in die Herbstsaison. Geprägt von packenden Bietergefechten bestätigte die Versteigerung die hohe Nachfrage nach exquisiten Edelsteinen sowie Meisterwerken der Juwelier- und Uhrmacherkunst.
Begehrte Raritäten und Edelsteine
Dass der Markt kompromisslose Qualität honoriert, bewies eindrucksvoll ein herausragender Madagaskar-Saphir. Aufgrund seines tiefen, samtigen Royal-Blaus wurde dieser spektakuläre Stein noch im Jahr 2007 expertenseitig als Kashmir-Saphir eingestuft. Einem erfolgreichen Bieter war diese außergewöhnliche Qualität 63.000 Euro wert.
Ein wahres „Diamantenfieber“ ergriff den Saal und die Telefonbieter, als ein Solitär-Ring der „Gioielleria Chiappe“ (Genua) aufgerufen wurde. Das faszinierende Funkeln des 4,40-karätigen Steines im Kissenschliff zog das Publikum in seinen Bann; nach einem langen Wettstreit wurde das spektakuläre Schmuckstück schließlich für 16.300 Euro an den neuen Besitzer weitergereicht.
Juwelierskunst und aristokratische Provenienz
Die eleganten Klassiker des renommierten Münchner Hauses Hemmerle erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit. Für besonderes Aufsehen sorgte eine Cocktailbrosche aus dem Jahr 2004: Das in 18 kt Weißgold gefertigte und im Pavé mit 538 Diamanten ausgefasste Schmuckstück erzielte mit 100.000 Euro das höchste Ergebnis unter den Hemmerle-Losen. Ein Paar Ohrringe des Hauses konnte seinen Schätzpreis mehr als verdoppeln, während weitere Stücke wie ein Collier mit einem passenden Paar Ohrclips (Ergebnis 42.800 Euro) die Taxen ebenfalls deutlich übertrafen.
Die zeitlose Faszination von Naturperlen, gepaart mit einer bedeutenden aristokratischen Provenienz, zeigte sich bei einer Kette aus historischen Orientperlen. Das Schmuckstück, bestehend aus 97 barocken Naturperlen, stammte ursprünglich aus dem Besitz der Gräfin v. Tiele-Winckler (geb. von Lepel-Beseritz). Nach einem fesselnden Wettbewerb über alle Kanäle hinweg – Telefon, Online und Saal – sicherte sich ein Bieter diese Kostbarkeit für 113.000 Euro.
Im Bereich des modernen Autorenschmucks überzeugte Wilhelm Nagel, der Meister der Kölner Werkschulen, der unter anderem für den Entwurf des DFB-Pokals bekannt ist. Sein Paar Colliers mit Südseeperlen für aus einer Rheinischen Privatsammlung nach der Auktion mit dem Ergebnis von 8.800 Euro an den neuen Besitzer.
Höchste Uhrmacherkunst
Den krönenden Abschluss der Auktion bildete die Haute Horlogerie. Eine Patek Philippe (Ref. 5205g-013) entfachte internationale Begeisterung und wurde weit über die Erwartungen hinaus auf ein Ergebnis von 41.500 Euro gesteigert.
Ausblick: „50 Lots – My Choice“
Mit der Auktion vom 20. November ist der erste Teil des herbstlichen Schmuck- und Uhrenangebots erfolgreich abgeschlossen. Am 4. Dezember folgen weitere Höhepunkte, die Henrik Hanstein anlässlich seines 50-jährigen Auktionsjubiläums persönlich für die Sonderauktion „50 Lots – My Choice“ ausgewählt hat.
Zu den Spitzenlosen dieser kommenden Auktion zählen:
Ein Ring mit einem extrem raren Kashmir-Saphir (Schätzpreis: 800.000 – 1.000.000 Euro).
Ein bedeutender kolumbianischer Smaragd, der durch seine intensive Farbigkeit besticht (Schätzpreis: 300.000 – 400.000 Euro).
Ein Diamantsolitär von beeindruckenden 16,27 ct mit klarer Brillanz (Schätzpreis: 200.000 – 300.000 Euro). |