Die Kunst, online zu lesen.

Home


CMS Zugang

News

Herausragende Bronzen und überraschende Expressionisten

Aristide Maillol, Baigneuse debout, deuxième version, um 1901/02

Mit einer herausragenden Sammlung von Meisterwerken der modernen Skulptur und prominenten Namen der Klassischen Moderne und der Zeitgenössischen Kunst lädt Lempertz zur Auktion am 5. Dezember ein.

Aristide Maillol gilt neben Auguste Rodin als der bedeutendste französische Bildhauer seiner Zeit. Eine Phase seines Lebens war für Maillol als Künstler von entscheidender Bedeutung: Die Zusammenarbeit mit dem Kunsthändler Ambroise Vollard, der Maillols Entwürfe durch den Gießer Florentin Godard umsetzen ließ. Dem Künstler verhalf diese Kooperation zum Durchbruch, sie bedeutete zugleich die stilbildende Phase in seiner Karriere. Aus dieser für Maillol und die moderne Plastik so bedeutenden Zeit stammen insgesamt 13 Arbeiten, die Lempertz in diesem Herbst versteigert. Zwei sind Teil der Jubiläumsauktion „50 Lots – My Choice“ am 4. Dezember, die weiteren werden am 5. Dezember aufgerufen. So etwa die „Baigneuse debout, deuxième version“.

Im Gegensatz zur ersten Fassung dieser Arbeit weisen in dieser hier vorliegenden Version der rechte Arm und der Kopf in dieselbe Richtung. Sammler schätzen die hierdurch gesteigerte Lebendigkeit der Figur (Schätzpreis € 60.000 – 80.000). Auf einer von Harry Graf Kessler – einer der schillerndsten Charaktere der Berliner Gesellschaft – finanzierten Reise nach Griechenland lernte Maillol die Bildhauerei der Antike schätzen. Unter diesem Eindruck entstand der „Tête du printemps“ als Teil der Vorbereitung für die vier monumentalen Statuen „Flora“ und „Pomona“ sowie „Frühling“ und „Sommer“, ein früher großer Auftrag für Maillol. Die mit ihren klassisch ausgewogenen Proportionen bestechende Bronze ist auf 40.000 bis 50.000 Euro taxiert.

In Deutschland gehört Ernst Barlach zu den bedeutendsten Bildhauern der Moderne. Zur Technik der Bronze fand er dabei erst im Laufe seiner Karriere, ermutigt durch seinen Galeristen Alfred Flechtheim. Der „Rächer“ gehört zu einer Reihe von Arbeiten, die Barlach zwischen 1907 und 1930 in verschiedenen Techniken entworfen hatte, die ab 1930 aber nochmal in Bronze gegossen wurden. Diese dynamische und markante Plastik wird mit dem Schätzpreis von 40.000 bis 60.000 Euro aufgerufen.

Von Karl Hartung ist eine Bronze der Nachkriegszeit dabei. Die „Liegende mit aufgestütztem Haupt“ gehört zu jener Werkgruppe von Liegenden, die 1948 entstanden sind. Diese Arbeit aus dem Nachlass des Künstlers ist auf einen Preis von 50.000 bis 70.000 Euro geschätzt.

Mit derselben Erwartung wird auch das Aquarell „Eisläufer“ von Emil Nolde versteigert. Das Motiv fand er dabei nicht in der Umgebung seiner Heimat an der Küste, sondern in den Alpen. 1924 und 1936 besuchte er die Schweiz, deren Landschaft ihn ebenso faszinierte wie die Nordsee. Während eines dieser Aufenthalte muss das Aquarell mit zwei Eisläufern in einer Abenddämmerung entstanden sein. Ebenfalls als Aquarell auf Japanpapier entstanden um 1925/30 die „Roten Pfingstrosen“. Dieses Blatt, das sich ehemals im Besitz von Kunsthändler und Nolde-unterstützer Paul Cassirer befand, ist auf 60.000 – 80.000 Euro geschätzt.

William Kentridge ist gerade stark in der öffentlichen Aufmerksamkeit, zwei Ausstellungen in Dresden und in Essen sind ihm gewidmet. In der Zeitgenössische Kunst wird eine Arbeit von ihm aufgerufen, die ein Rhinozeros auf die Bühne bringt, Schätzpreis 20.000 bis 30.000 Euro (Kohle und Pastell auf Papier, ca. 45,5 x 60,5 cm). Albert Oehlen nimmt in seiner ebenfalls unbetitelten Arbeit von 2017 einen Baum in origineller Pose zum Motiv. Die Arbeit in Öl, Sprühfarbe und pinker Luftpolsterfolie auf Karton (175 x 70 cm) wird mit einem Schätzpreis von 40.000 bis 60.000 Euro versteigert.

Die Portraits von Imi Knoebel beziehen sich zwar auf konkrete Personen, deren Namen in den Titeln genannt sind, stellen sie aber in Knoebels minimalistischem Stil als Zusammenspiel von Farben und orthogonalen Formen dar. Vier Arbeiten dieser spannenden Werkreihe werden am 5. Dezember versteigert, Schätzpreise jeweils 35.000 bis 45.000 Euro.

Tony Cragg trägt einen der klangvollsten Namen der zeitgenössischen Bildhauerei. Gleich zwei seiner markanten, vielfältige Perspektiven und Interpretation zulassenden Arbeiten sind in der Auktion. Neben der Bronze „Can“ aus dem Jahr 2000 (Schätzpreis € 30.000 bis 40.000) wird auch der Eisenguss „Mixed Feelings“ von 2010 versteigert. Das 62 Zentimeter hohe Werk ist eines von drei Exemplaren und auf 50.000 bis 70.000 Euro geschätzt. Bereits am 4. Dezember wird in der Auktion „50 Lots – My Choice“ Craggs Bronze „Prescription“ aufgerufen, einer vor vier Güssen dieser Arbeit, die sich in ihrer jeweiligen Patina voneinander unterscheiden.

Isa Genzken ist mit zwei ihrer ikonischen und vieldiskutierten Weltempfänger in der Auktion Zeitgenössischer Kunst am 5. Dezember. Ein 1992 entstandenes Exemplar ist auf 35.000 bis 45.000 Euro geschätzt. Bereits 1987 entstand eine Auflage von 18 Exemplaren für den Kunstverein für die Rheinlande, die in der Auktion angebotene Nr. 8/18 ist auf 20.000 bis 30.000 Euro taxiert.

Auktion Moderne und Zeitgenössische Kunst am 5. Dezember bei Lempertz

Ausgewählte Lose der Modernen und Zeitgenössischen Kunst werden in der Jubiläumsauktion „50 Lots – My Choice“ am Vortag (4. Dezember) aufgerufen.

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 1279: Moderne und Zeitgenössische Kunst - Day Sale

Quelle: © Kunsthaus Lempertz

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an





Kunsthaus Lempertz

English Site Kunsthaus Lempertz

News

English Site News

Termine

English Site Termine

Highlights








Copyright © '99-'2025
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum



Zum Seitenanfang Auktionen

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce