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Eine Bauhaus-Ikone geht an das Museum für Kunst und Gewerbe nach Hamburg

Teeextraktkännchen MT 49 / ME8, Neusilber, Weimar, Marianne Brandt, 1924

Möbel sorgten für Überraschungen in der Auktion bei Lempertz. Porzellan glänzte mit besonderen Motiven.

Mit dem Teeextraktkännchen MT49 / ME8 von Marianne Brandt stand eines der wichtigsten und zugleich seltensten Designobjekte des Bauhauses zur Auktion. Entsprechend groß war das Aufsehen, dass dieses Objekt im Vorfeld der Auktion erzeugt hat. Den Zuschlag konnte sich schließlich das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe sichern. Das Kännchen, das von Marianne Brandt an eine enge Freundin verschenkt wurde und sich seither im gleichen Familienbesitz befand, erzielte den Rekordpreis von 340.000 Euro inklusive Steuern und Gebühren. Es handelt sich, wie sich erst kurz vor der Auktion herausstellte, um das achte Kännchen. Ein Museumskatalog hatte zuvor offenbar ein Exemplar doppelt gezählt, Marianne Brandts Teeextraktkännchen ist daher noch seltener als bisher schon angenommen.

Ein Elfenbein-Deckelhumpen erzielte 42.800 Euro. Die Silberarbeit stammt vom Nürnberger Johann Eißler. Die Schnitzerei dieses musealen Stückes zeigt Szenen aus der Schlacht um Wien 1683 und ist Johann Michael Hornung aus Schwäbisch Hall zuzuschreiben.

Großen Zuspruch fanden zudem Möbel des 18. Jahrhunderts. Ein Mainzer Cantourgen wurde am höchsten gesteigert. Das aufwändige Schreibmöbel ging für knapp 82.000 Euro an einen deutschen Privatsammler. Eine Commode Transition erzielte gut 68.000 Euro. Das Möble aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts trägt den Schlagstempel des Pariser Möbeltischlers Nicholas Petit, der über mehrere Epochen von der Zeit Ludwigs XV. bis nach der Revolution erfolgreich war.

Ein signiertes Kästchen von Michiel Mann erzielte 13.800 Euro. Der aus der traditionsreichen Büchsenmacher- und Kunstschlosserfamilie Mann stammende Michiel oder Michael ist bis 1616 in Augsburg nachweisbar, verstarb aber 1630 in Nürnberg.

Zu den Spitzenlosen im Porzellan gehört die Schale mit "Shiba Onko"-Dekor. Das Stück aus Meissen erzielte 25.200 Euro. Shiba Onko ist die japanische Version des Namens Sima Guang, einem Historiker des 11. Jahrhunderts. Laut Überlieferung war sein Freund in ein Karpfenbassin gefallen. Indem Sima Guang dieses Bassin zerstörte, rettete er den Freund. Das kostbare Objekt geht nach China.

Mit dem Gotischen Albarello kam eine etwa 1440 bis 1450 entstandene Majolika auf ein Ergebnis von gut 30.200 Euro. Es sind nur wenige solch früher, nach islamischem Vorbild dekorierten Albarelli bekannt, die meisten befinden sich in Museumsbesitz.

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 1244: Kunstgewerbe

Quelle: © Kunsthaus Lempertz

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