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Glanzlichter in Silber und Porzellan

Josef Hoffmann, Seltene Kassette, um 1910

Highlights der Auktion kommen unter anderem vom Bauhaus, der Wiener Werkstätte und aus Meissen.

Mit dem Teeextraktkännchen MT49 / ME8 von Marianne Brandt wird in Köln eine Ikone des Bauhaus-Designs versteigert (Lot 526, Schätzpreis € 200 / 250.000). Bisher waren weltweit acht Exemplare in den bedeutendsten Sammlungen bekannt. Diese wenigen Exemplare befinden sich unter anderem im Metropolitan Museum, dem Britisch Museum oder der Klassik Stiftung Weimar. Nun kommt ein neuntes an die Öffentlichkeit. Die Künstlerin selbst hatte es an eine befreundete Familie geschenkt, aus deren Besitz das museale Stück zur Auktion kommt. Anders als andere ihrer Designs ging das Teeextraktkännchen nicht in Serie.

Aus der Wiener Werkstätte stammt die Kassette von Josef Hoffmann, einem der Mitbegründer dieses Künstlerbundes (Lot 561, Schätzpreis € 200 / 250.000). Bei diesem in Silber und Moosachat gefertigten und innen vergoldeten Stück war Exklusivität von Anfang an Teil des Konzeptes. Der Entwurf, den Josef Hoffmann 1910 gezeichnet hat, liegt heute im Museum Angewandte Kunst in Wien. In der Sammlung liegt dort auch eine fast identische Ausführung dieser Kassette vor. Das in Köln zur Versteigerung anstehende Exemplar dieser seltenen Arbeit kommt aus einer bedeutenden belgischen Privatsammlung.

Ein weiteres Glanzlicht des Silber-Angebotes kommt von Paula Straus. Sie war bis 1933 eine international ausgezeichnete Silberkünstlerin. Unter anderem wurde ihr der Grand Prix der Weltausstellung Barcelona 1929 verliehen. 1939 wurde sie mit einem Arbeitsverbot belegt, 1943 in Auschwitz ermordet. Zu ihrem künstlerischen Vermächtnis gehört ihr Entwurf von 1930 für einen silbernen Tafelaufsatz (Lot 585, Schätzpreis € 2.800 / 3000).

Aus dem Angebot Porzellan sticht unter anderem ein museales Vasenpaar mit chinoisem Reliefdekor hervor. Die Vasen entstanden in Meissen in den 1730er Jahren (Lot 612, Schätzpreis € 45 / 70.000). Ein seltenes Alchemistenzeichen bezeichnet Schwefel/Sulfur, eine der „Drei Substanzen“ zusammen mit Merkur und Salz. Dieses Zeichen ist in der Zeit weiter bekannt auf einem Pfau im Historischen Museum Bern sowie auf fünf Exemplaren in der Münchner Residenz. Diese Modelle, „Pseudo-“ oder tatsächliche Kopien asiatischer Modelle, wurden vor allem nach 1729 gefertigt.

Der Aeneas-Meister fertigte in den 1530er-Jahren die „Pest auf Pergamos“, farbiges Maleremail und Vergoldung auf dreieckig geschnittener Kupfertafel. Der Künstler wird über sein Hauptwerk identifiziert, eine Serie von bisher 82 bekannten Tafeln mit Szenen aus Vergils Aeneis. Die hier vorliegende Tafel kann als 83. diesem Werk hinzugefügt werden (Lot 813, Schätzpreis € 30 / 40.000).

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 1244: Kunstgewerbe

Quelle: © Kunsthaus Lempertz

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