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Victor Vasarely, AFA Negativ, 1957/62

Victor Vasarely, AFA Negativ, 1957/62

Tempera auf Holz. 59 x 42,5 cm. Rückseitig auf dem Holz signiert, datiert und betitelt '"AFA - neg." 1957 Vasarely', mit der Nummer '1283' und einer Widmung. - Mit leichten Altersspuren.

Provenienz

Obelisk Gallery, Boston (mit rückseitigem Aufkleber); Galerie Lahumière, Paris; Privatsammlung, Süddeutschland

Die vorliegende Arbeit ist 1962 ausgeführt worden.

Losnummer: 500


„In einem langwierigen Prozeß merzt Vasarely das Literarisch-Thematische aus und ersetzt es schrittweise durch ein Arsenal objektiver, spontan erlebbarer Strukturen, die den Betrachter auf der Ebene des Auges herausfordern und zur Reaktion zwingen.“ (Werner Spies, Victor Vasarely, Köln 1971, S. 6)

Nach anfänglichen trompe-l'œil-artigen „Etude de matière“ (Materialstudie) in den 1930er und 1940er Jahren und Tätigkeit als Werbegraphiker konzentriert sich Vasarely, seine zeichnerische Begabung für konstruktive, ornamentale Konzepte und Erfindungen einzusetzen und dieses in dem eigentlichen, für ihn charakteristischen Signet seiner Arbeit zu sichern: Wiederholung von Formen, etwa die Variationen über den Kreis und das Oval, Transparenz und Kontrast zwischen hell und dunkel, konvexe beziehungsweise konkave Auswölbung eines Musters, oft auf nicht unkomplizierte Weise virtuos inszeniert.

Die Auseinandersetzung mit dem vielschichtigen Spiel der Kinetik findet auch in den kunsttheoretischen Schriften des Künstlers breite Berücksichtigung. Die Wiederholung einiger Grundmuster, etwa die kontrastreiche Verwendung von rein weißen und rein schwarzen Formen, bildet ein weitreichendes Gerüst, die Verwirrung des Betrachters bei der Verortung der Details zu fördern. Harte Schwarz-Weiß-Kontraste sind besonders geeignet, eine scharfe räumliche Trennung nahezu zu verhindern. Die Konzentration des Betrachters ist ständig gefordert - um nicht zu sagen überfordert - , den sich automatisch einstellenden Wechsel zwischen den Ebenen Vorder- und Hintergrund zu beruhigen.

„AFA, Negativ“ ist ein klassisches Beispiel für dergleichen optische Irritationen. Die Komposition spielt mit Architekturdetails und erzeugt eine stark suggestive Raumwirkung. An Bildsysteme des synthetischen Kubismus erinnernd, bedient sich Vasarely dieser ausgeklügelten Konstruktion nicht nur in unterschiedlich großen Formaten und unterschiedlicher Materialität der Bildträger, sondern verändert auch den Kontrast: Das dominante Schwarz wie hier, wechselt er in ein dominantes Weiß, wie geschehen mit AFA II, 1955 (Öl auf Leinwand, 214 x 155 cm) im Museum Folkwang (siehe vergleichende Abbildung).


Veranstaltungshinweise:

Am 01.12.2018 Auktion 1122: Zeitgenössische Kunst


Schätzpreis: 30.000 - 40.000  EURO

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