Weitere Infos: Ulrich Hakels Oeuvre weitet sich, ausgehend von der klassischen Handzeichnung, auf ein konzeptuelles und formales Repertoire in Form von Malerei, Skulptur und Installation aus.
Angeregt von alltäglichen Plagen wie den universalen Medienwelten und der Jetzt- und Populär-Kultur, spiegelt sich in seinem Werk nicht lediglich nur der generelle Zeitgeist wider. Vielmehr zeigen seine vielfältigen Arbeiten, dass Hakel sich innerhalb einer von Massenproduktion und Uniformität geprägten Umgebung um so stärker seiner eigenen Individualität bewusst, eine „otro mundo“ (andere (Bild)-Welt) hervorbringt.
Der spielerisch-experimentelle Aspekt, der auch im Ausstellungstitel zum Ausdruck kommt, nimmt in Hakels Werkfindung eine zentrale Rolle ein. Thematisch bewegen sich seine aktuellen cardboards zwischen (vermeintlicher) Hoch- und Trivialkultur, Vergangenheit und Gegenwart, die sich assoziativ zu einer subjektiv fragmentierten Kulturretrospektive zusammenfassen lassen können. In der Galerie Stephanie Bender treffen sie sich unter Titeln wie „School of Athens“, „BAM“, „Zuni“, „Krähe“ und „Snoopy“ zum augenzwinkernd poetischen Stelldichein.
Ulrich Hakel, (geb.1973) studierte in München Bildhauerei bei Prof. Olaf Metzel. In den letzten Jahren waren seine Arbeiten in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen zu sehen. So im Kunstraum Innsbruck, der Roten Zelle, Galerie Christian Nagel, Berlin, Galerie koal und im Frühjahr 2009 in der Gruppenausstellung „Wasser und Wein“ in Regensburg. Hakel lebt und arbeitet in Berlin.
Text Claire Guggenheim
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