Exemplar: 26/120
Vierteiliger Stellschirm, mit acht Farbserigrarfien auf Papier, aufgezogen auf Holz
Je 176 x 55 cm, gesamt: 161 x 192 cm
Beiliegend: Mappe mit 4 Postkarten (Farboffsets) der Figuren sowie Faltblatt mit Beschreibung und Informationen zur Fertigung des Paravents und biographische Daten zur Künstlerin |
Losnummer: 330
Dieser Paravent ist die erste Serigraphie, die die Künstlerin 1974 schuf. Für die hochwertige Druckqualität waren insgesamt 320 Druckgänge für Farben und Lasuren notwendig. Alle Goldunterlegungen sind in Echtgold ausgeführt. Den äußerst schwierigen Druck führte die DIETZ OFFIZIN in Lengmoos, Obb., in einem Zeitraum von sechs Monaten durch. Die Gesamtauflage des Paravents betrug 135 Stück, es kamen 120 Exemplare zum Verkauf, 15 Exemplare waren für die Künstlerin reserviert. Die Auslieferung des Paravents erfolgte durch 'RELAIS D'ART', Zürich. Die Malerin und Graphikerin Leonor Fini zog 1925 nach Mailand, wo sie bis 1937 lebte und bereits erste Portraitaufträge erhielt. Hier fand auch 1929 die erste Ausstellung ihrer Bilder – zusammen mit Werken von Arthuro Nathan und Carlo Sbisa statt. 1937 hielt sich Leonor Fini zum ersten Mal in Paris auf, wo sie mit den surrealistischen Malern in Kontakt kam. Sie schloss Freundschaft mit Max Ernst, Man Ray und Salvador Dalí. Sie nahm an einigen der großen Surrealisten-Ausstellungen teil, lehnte aber eine Mitgliedschaft ab. Seit Anfang der vierziger Jahre arbeitete Fini mit großem Erfolg auch als Bühnen- und Kostümbildnerin für verschiedene Theater u.a. in Rom, Mailand (Scala) und Paris und verlieh Schauspielen, Opern, Balletten ein unverwechselbares Aussehen. Viele Darstellungen auf ihren Gemälden handeln von erotischen Phantasien und dem Tod. Finis Schaffen fand bereits zu Lebzeit hohe internationale Beachtung.
Literatur:
Zur Künstlerin allg. siehe: Peter Webb, Leonor Fini, Métamorphoses d'un art, Verona 2007.
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