 Überlagerungen, Synergien und Reaktionen auf bereits existierende Strukturen sind Grundmerkmale Andreas Mitterers künstlerischer Arbeit. Er setzt technoide und organische Formstrukturen in ein Spannungsverhältnis.
Mitterers Techniken sind ebenso unkonventionell wie das Material, das er für seine „räumlichen Erzählungen“ verwendet:
Bilder, Zeichnungen, Objekte, Gesammeltes und Gejagtes, alles, was Emotionalität erzeugt, Unruhe oder Kontemplation auslöst. Es gibt Keulen, unerklärliche Werkzeuge, Köpfe, Stiefel, Geweihen ähnliche Skulpturen auf Trophäentafeln und mit Klebeband umwickelte Körper, die nicht ganz gegenständlich, nicht ganz sinnvoll, nicht ganz unnütz, jedoch sehr stabil und jederzeit durch weiteres Umwickeln veränderbar sind.
Ölfarbe wird – oft in monochromen Farbtonabstufungen - auf Aluminiumplatten aufgetragen. Stark abstrahierte Studien zu Gitterstrukturen, aufgebrochen durch emphatische Momente entstehen, einfache Erzählungen werden gegeneinander oder zueinander ins Verhältnis gesetzt. Weinflecken, Kaffeepfützen und regenzerspritzte Tuschekleckse führen zu baumähnlichen Strukturen. Methodisch erzeugte Tintenzeichnungen ähneln in ihrer formalen Konsequenz Landschaftsskizzen oder Studien kristalliner Strukturen. Der Strich ist der erzählerischen Zeichnung entliehen, letztendlich jedoch keiner Geschichte, aber auch keiner zeichnerischen Logik verpflichtet. Dem assoziativen Blick scheint Tür und Tor geöffnet.
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