Betitelt, signiert und datiert unten rechts: Camaldole dell' incoronata/ Filippo Hackert del/ 1794. Feder und Pinsel in Braun auf Papier. Auf dünnen Karton kaschiert. 56,5 × 69,5 cm. Rahmen. |
Losnummer: 993
Provenienz:
- Auktion Gutekunst & Klipstein, Bern 21.-22. Juni 1949, Nr.613.
Literatur:
- Kröning 1971, Abb. 147.
- Kröning 1980, Abb.22.
- Aufgeführt in Nordhoff, Claudia und Reimer, Hans, „Jakob Philipp Hackert. Verzeichnis seiner Werke”, Berlin, 1994, S. 359, Nr. 879.
Im Werkverzeichnis führen Dr. Claudia Nordhoff und Hans Reimer zu dem vorliegenden Gemälde an:
„Obwohl die Zeichnung vereinzelt im Werk des Jahres 1794 steht, ist anzunehmen, dass Hackert – wahrscheinlich in der zweiten Jahreshälfte, nach dem Aufenthalt in Sessa Aurunca im April, – eine weite Wanderung unternahm, die ihn durch die Region Lazio bis in die Toscana, und hier in das sogenannte Casentino führte, eine waldreiche Gegend am oberen Arnotal, die sich zwischen den Monti Falterona und dem Monte Castellaccio erstreckt. Auf der Ostseite des casentinischen Apennin liegen in einem dichten und tiefen Wald das Kloster und die Einsiedelei von Camaldoli, die Hackert vor allem in seinen letzten Jahren häufig besuchte (siehe Kat.-Nr. 287, 302). Hier ist das Kloster dargestellt, das in 816 m Höhe zwischen den Bergen Monte Cotozzino und Poggio Muschioso gelegen ist. Links und rechts des Weges, der auf das Eingangstor zuführt, wachsen die Bäume des Waldes von Camaldoli, der noch heute für seine Artenvielfalt bekannt ist...”.
Erratum:
Mit Schreiben vom 9. November 2006 weist Frau Dr. Claudia Nordhoff darauf hin, dass es sich bei dem Motiv des vorliegenden Werkes nicht um das im Werkverzeichnis angegebene Kloster in der Toskana handelt, sondern um die Einsiedelei Santa Maria dell'incoronata in der Nähe von Benevento bei Neapel, die Hackert auch 1797/1798 häufig besucht hat.
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