Im Bett with Lucy und Dolly - Fotogramme
In seinen Arbeiten „Im Bett mit Lucy und Dolly“ zeigt Fried das flüchtige Gleichgewicht zwischen Wasser und Luft in Form einzigartiger Luftblasen, entstehend als Resultat aus dynamischen Systemen, die nicht den linearen und hierarchischen Mustern organisierten Verhaltens folgen. Er kartografiert so die fundamentale Ökonomie der Netzwerke in der Natur. In unterschiedlichen Farbtönen bildet Fried ausschließlich jene nicht-biologischen Membranen ab, die eine starke Ähnlichkeit zu den Ur-Lebenszellen oder den Schöpfungen im biotechnischen Reagenzglas besitzen und uns daran erinnern, wie stark und doch wie vergänglich die Architektur des Lebens ist.
Fried kreiert, ausgestattet mit einer Infrarotbrille, in einem vollkommen abgedunkelten Raum große Blasen und erzeugt im entscheidenden Moment ihr Fotogramm auf kornlosen Farbfilmbögen. Er nutzt die Schatten der - hier sogar transparenten - Objekte, um ein Bild auf den Film zu bannen. Er verwendet also ausschließlich Licht und lichtempfindliches Material, keine Kamera, kein Objektiv. Was wir auf seinen vergrößerten C-Prints sehen, sind die Schatten und die Spektralabweichungen der transparenten Formen.
Der Titel bezieht sich auf Lucy (die frühe Menschenmutter), auf uns (den Mythos) und auf Dolly, das Schaf (das Missing Link). Sie stehen in einem Dialog, der die Orientierung in einer Welt sucht, in der sich die Menschheit von der Kontrolle ihrer Umwelt bereits wegbewegt, hin zu dem unvermeidlichen Drang, unsere eigenen Vorfahren neu zu erschaffen. Fried nimmt uns mit auf eine biomorphische Reise vom Cambrischen Meer zur künstlichen Gebärmutter.
1962 New York City (USA)
1970 Art students League, NYC
1973 Einzelausstellung Rockefeller Plaza, NYC
1976 Kunststudium Music and Art, NYC
1979 Mitbegründer des Street Art Ensemble AVANT, NYC
2000 Gallery Martin Kudlek, Cologne
2001 Night of the Museums, Düsseldorf, solo exhibition & video performance
at Studio Jorg Immendorff
Gallery Christian Hohmann, Hamburg
Baker & McKenzie, Frank O. Gehry building, Düsseldorf
2002 Solo exhibition at Gallery Poller, Frankfurt. Curated by Ewa Nowik
2003 „Missing Link“, BigArt Frankfurt