Hamburg verlängert Porträtausstellung Francis Bacons Länger als geplant, nunmehr bis zum 29. Januar, zeigt die Hamburger Kunsthalle eine exzellente Auswahl von Porträts aus dem Œuvre von Francis Bacon (1909-1992). Neben 55 Ölgemälden des bedeutenden britischen Bildnismalers vertiefen Fotografien und Schriftstücke die Einblicke in das Umfeld des Künstlers. Die erste dieser Gattung im Werkschaffen Bacons gewidmete Museumsausstellung stellt eine vortreffliche Ergänzung zu zwei flankierenden Präsentationen dar. 2004 stand in der Fondation Beyeler in Riehen die Bildtraditionen, auf die Bacon zurückgreift, im Fokus und im Herbst 2006 wird im Düsseldorfer K20 der menschliche Körper in den Bildern des Künstlers im Rahmen einer Retrospektive die dominierende Rolle spielen.
Bacons Papstbildnisse, liegende Männer, eingesponnene Köpfe, verschleierte Personen, Freundesbilder, Selbstporträts oder „Bildnisse in Bildern“ bestechen durch den unverwechselbaren Impetus, unter Brechung gegenständlicher Konventionen Seelenzuständen näher zu kommen. Verschwommene, vermischte, verzerrte Partien suggerieren Bewegungen, irritieren und artikulieren das Hin- und Hergerissensein von verwundbaren, schutzlosen Menschen. Bacons Manipulationen beunruhigen und fesseln zugleich. In Verbindung mit satten Farben, Licht und Schattenspielen sowie räumlichen Konstruktionen schuf der Maler ein unverwechselbares, auf die Vielschichtigkeit des Menschen anspielendes Werk von eindringlicher Sensibilität und Schönheit.
Die Ausstellung „Francis Bacon. Die Porträts“ ist bis zum 29. Januar in der Galerie der Gegenwart zu sehen. Geöffnet ist täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich 21 Uhr. Der Eintritt beträgt 8,50 Euro, ermäßigt 5 Euro. Der instruktive Ausstellungskatalog kostet im Museumsshop 23 Euro.
Hamburger Kunsthalle
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