Francis Bacon in der Fondation Beyeler  |  | Francis Bacon, Figure with Meat, 1954 | |
Nach dem Kunsthistorischen Museum in Wien widmet sich ab Sonntag die Fondation Beyeler in Basel einem der wichtigsten gegenständlichen Maler des 20. Jahrhunderts: Francis Bacon. Die Ausstellung will keine klassische Retrospektive sein, sondern stellt das Werk Bacons erstmalig in ein Netzwerk von Beziehungen zu den Alten Meistern bis hin zu Künstlern des 20. Jahrhunderts. Denn der 1909 gebürtige Dubliner greift in seiner Malerei immer wieder auf die abendländische Bildtradition zurück und interpretiert sie neu. So sind den rund 40 Werken von Bacon ebenso viele Arbeiten anderer Künstler, unter ihnen Tizian, Velázquez, Rembrandt, Ingres, Degas, Picasso und Alberto Giacometti sowie Filme von Sergei Eisenstein und Buñuel, gegenübergestellt, die ihm als Inspirationsquelle dienten. Gegliedert wird die Schau nach Themenkreisen wie „Papstporträts“, „Käfigmotiv“ oder „Bacons Beziehungen zum Surrealismus“. Darüber hinaus werden zahlreiche Fotovorlagen, Zeitungsausschnitte und Skizzen gezeigt, die Bacon in seinem Londoner Atelier aufbewahrt und als Vorlage für seine Gemälde verwendet hat.
Die Ausstellung „Francis Bacon und die Bildtradition“ läuft vom 8. Februar bis zum 20. Juni. Die Fondation Beyeler hat täglich von 10 bis 18 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 18 Franken, ermäßigt 10 bzw. 6 Franken. Der 380 Seiten starke Katalog mit rund 210 Farbabbildungen erscheint in einer deutsch-englischen Ausgabe und kostet im Museum 58 Franken.
Fondation Beyeler
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