Die künstlerische Welt des Francis Bacon  |  | Francis Bacon, Studie nach Velázquez‘ Portrait Papst Innozenz X., 1953 | |
Was macht eine Ausstellung zu Francis Bacon, einem der wichtigsten irisch-britischen Künstler des 20. Jahrhundert, in einem Museum, das sich mit Alter Kunst beschäftigt? Darauf gibt ab heute das Kunsthistorische Museum in Wien die Antwort. In seiner Sonderausstellung zeichnet das Wiener Haus die kunsthistorischen Beziehungsstränge nach, die der 1909 gebürtige Dubliner in seiner Malerei aufnimmt. Denn Bacon greift auf die abendländische Bildtradition zurück, angefangen mit der Renaissance bis zu den Klassikern des 20. Jahrhunderts. Die rund 40 Arbeiten Bacons stehen den Werken Tizian, Velázquez, Rembrandt, Ingres, Degas, van Gogh oder Picasso gegenüber, die ihm als Inspirationsquelle dienten. Gegliedert werden die Werke nach Themenkreisen wie „Papstporträts“, „Käfigmotiv“ oder „Bacons Beziehungen zum Surrealismus“. Darüber hinaus versammelt die Schau zahlreiche Fotovorlagen, Zeitungsausschnitte und Skizzen, die Bacon in seinem Londoner Atelier aufbewahrt und als Vorlage für seine Gemälde verwendet hat.
Die Ausstellung „Francis Bacon und die Bildtradition“ läuft vom 15. Oktober bis zum 18. Januar 2004. Geöffnet ist sie täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 7,50 Euro.
Kunsthistorisches Museum Wien
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