Pax Art Awards vergeben  |  | Yves Netzhammer, Daniela Brugger und Tamara Janes haben die Pax Art Awards 2026 erhalten | |
Daniela Brugger, Tamara Janes und Yves Netzhammer haben die diesjährigen Pax Art Awards erhalten, die die Art Foundation Pax und das Haus der Elektronischen Künste in Basel gemeinsam verleihen. Der Hauptpreis ging an Yves Netzhammer. Der 1970 geborene Video- und Computerkünstler wurde für die Entwicklung einer eigenständigen digitalen Bildsprache und seine Pionierrolle in der Schweizer Medienkunst geehrt. Seit Mitte der 2000er Jahre überführe er seine Animationen in raumgreifende Installationen, die den Ausstellungsraum als integralen Bestandteil der Arbeit begreifen, heißt es in der Begründung. So verwandle Netzhammer Räume in immersive, vielschichtige Umgebungen, in denen Medien, Architektur und Klang zu einem eigenständigen Kosmos verschmelzen. In diesen modellierbaren Räumen untersuche er die Beziehungen zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Akteuren sowie das Spannungsfeld von Natur, Technologie und Mensch.
Mit den beiden Nachwuchspreisen wurden die 1980 in St. Gallen geborene Tamara Janes, die mit ihrer Kunst die Bedingungen der Produktion und Rezeption von Bildern im digitalen Zeitalter erforscht, und die 1983 in Laufen geborene Daniela Brugger ausgezeichnet, die sich in ihrer zwischen Produktion, Kollaboration, Kuration und Bildung angesiedelten Praxis mit der Digitalisierung der Gesellschaft und den daraus resultierenden Veränderungen beschäftigt. In Kooperation mit Schweizer Kunsthochschulen wurden zusätzlich zwei Talentförderpreise in Höhe von jeweils 1.000 Franken vergeben, die an Timo Rick von der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel und Liuliu Zhu von der Haute école d’art et de design in Genf gingen.
Mit den Pax Art Awards fördern die Art Foundation des Baseler Versicherungskonzerns Pax und das Haus der Elektronischen Künste Schweizer Künstler*innen, deren Werke Medientechnologien nutzen oder deren gesellschaftliche Auswirkungen reflektieren. Vergeben werden jährlich drei Preise. Der Hauptpreis, dotiert mit 30.000 Franken, würdigt Künstler*innen oder Künstlergruppen, die die Schweizer Medienkunstszene in den letzten Jahren maßgeblich geprägt haben und ihre Entwicklung auch künftig mitgestalten werden. Von dem Preisgeld fließen 15.000 Franken in die Produktion eines neuen Werks, weitere 15.000 Franken in den Ankauf einer bestehenden Arbeit für die Sammlung der Pax. Zwei weitere, mit jeweils 15.000 Franken dotierte Auszeichnungen gehen an junge aufstrebende Medienkunstschaffende, die Preisgeld und Werkankauf umfassen. |