Astoria Artshow als Vorgeschmack für neue Wiener Kunstmesse  |  | Astoria Artshow: Der Auftakt für die neue Kunstmesse in Wien findet in der Astoria Garage statt | |
Nach dem Aus der Viennacontemporary und der für 2026 angekündigten Pause der Spark Art Fair bekommt Wien im September doch noch ein neues internationales Kunstevent: Vom 10. bis 13. September findet die Astoria Artshow in der historischen Astoria Garage im 8. Wiener Bezirk statt. Als Veranstalter tritt der neugegründete Verein VAU – Vienna Art United auf, der rund 70 österreichische und internationale Galerien eingeladen hat, die dort etablierte ebenso wie aufstrebende künstlerische Positionen präsentieren sollen. Mit der Wahl der denkmalgeschützten Astoria Garage setzt VAU dabei bewusst auf einen ungewöhnlichen Ausstellungsort. Die sechsgeschossige Turmgarage von 1923 mit ihrer spiralförmigen Auffahrt und der markanten Glaskuppel bietet auf rund 8.000 Quadratmeter erstmals Raum für eine größere Kunstschau.
Die Artshow versteht sich als Mischung aus Ausstellung und Kunstmesse und gliedert ihr Programm in vier Sektionen. In den „Main Positions“ stehen den Galerien rund 32 Quadratmeter zu Verfügung, um ein*e Künstler*in mit maximal fünf Werken vorzustellen. Unter dem Titel „New Positions“ übernimmt die Astoria Artshow das Konzept der „Zone1“ der früheren Viennacontemporary: Auf regulären Flächen von 20 Quadratmetern können Galerien österreichische Künstler*innen oder in Österreich lebende Künstler*innen vorstellen, die nach dem 1. September 1986 geboren wurden. Als Kuratorin der „New Positions“ ist die Sammlerin Casandra Hermann vorgesehen. Die dritte Sektion ist Angeboten wie Editionen, Publikationen und anderen „kunstaffinen Produkten“ vorbehalten, während die vierte Sektion sich ausschließlich an Institutionen aus dem Kunstbereich richtet.
Die Astoria Artshow ist zugleich als Praxistest für eine größere internationale Kunstmesse zu verstehen, die VAU ab 2027 in Wien etablieren möchte. Anders als bei klassischen Messemodellen will der Verein, ein Zusammenschluss von 35 führenden Wiener Galerist*innen, dabei eine solidarische Finanzierung zum Einsatz bringen, die auch kleinere Galerien eine Teilnahme ermöglicht. Die September-Ausgabe dient damit nicht nur als eigenständiger Kunstevent, sondern auch als erster Test für das von den Wiener Galerien zusammen entwickelte Messekonzept. „Unser Anspruch ist es, höchste internationale Qualitätsstandards mit einem offenen, solidarisch getragenen und zukunftsorientierten Format zu verbinden“, erläuterte Galerist Markus Peichl, Obmann von VAU. „Unser Ziel ist es, die Kräfte des österreichischen Galerienstandorts zu bündeln und ein zukunftsweisendes und nachhaltig erfolgreiches Messeformat von internationalem Renommee zu entwickeln.“ |