EU streicht der Biennale die Gelder  |  | Wegen Russlands Teilnahme streicht die EU-Kommission der Biennale zwei Millionen Euro | |
Die Europäische Kommission stoppt die Finanzierung der Biennale in Venedig. Grund dafür ist die Teilnahme Russlands an der diesjährigen internationalen Kunstschau. Schon zu Beginn der Biennale im Mai hatte die Kommission avisiert, die für den Zeitraum 2025 bis 2028 zugesagten Gelder in Höhe von zwei Millionen Euro nicht auszuzahlen. Die endgültige Absage teilte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nach einem Treffen der EU-Außenminister am Montag in Brüssel mit. Schon zuvor hatte sich Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin der EU-Kommission für technische Souveränität, Sicherheit und Demokratie, auf ihrem X-Account für eine Streichung der Mittel stark gemacht und schrieb: Kultur in Europa werde mit Steuergeld finanziert, sie müsse daher demokratische Werte fördern und schützen – Werte, die im heutigen Russland nicht geachtet würden.
Die Kunstbiennale steht heuer im Zentrum eines politischen Konflikts, nachdem die Biennale-Leitung um ihren Präsidenten Pietrangelo Buttafuoco es Russland genehmigt hat, seit dem Ukraine-Krieg zum ersten Mal wieder mit einem eigenen Beitrag in Venedig präsent zu sein. Dies stieß bei mehreren europäischen Ländern auf scharfe Kritik. Während Buttafuoco die Beteiligung Russlands, die EU-Sanktionen widerspricht, als Zeichen der Verständigung und des Friedens verstanden wissen will, hat die EU-Kommission nun nach Prüfung der Antworten der Biennale die Finanzierung gestoppt. Kallas sprach in diesem Zusammenhang, dass Kultur und ihre Unterstützung nicht zu Instrumenten der Schönfärberei von Aggression werden dürften. |