Neue Initiative für eine Kunstmesse in Wien  |  | Die Viennacontemporary ist passé. Daher sind die Wiener Galerien auf der Suche nach einem neuen Messeformat | |
In Wien formt sich mit Vienna Art United (VAU) eine neue Initiative für eine zentrale Kunstmesse in der Hauptstadt. Vor dem Hintergrund der Messekrise mit dem Ende der Viennacontemporary und der wiederholten Absage der Spark Art Fair hat sich der gemeinnützige Verein VAU gegründet, dem nach eigener Aussage etwa 38 Wiener Galerien angehören. Sie wollen eine neue Kunstmesse für Wien entwickeln, die internationale Bedeutung anstrebt. Mit einer von 107 Künstler*innen unterzeichneten Unterstützungserklärung, die das VAU jetzt publiziert hat, verstärkt der Verein seine Position. Die von den Künstlerinnen Eva Schlegel und Esther Stocker initiierte Erklärung beinhaltet unter anderem die Unterschriften von Eduard Angeli, Renate Bertlmann, Ernst Caramelle, Werner Feiersinger, Nikolaus Gansterer, Soli Kiani, Jakob Lena Knebl, Zenita Komad, dem Estate Brigitte Kowanz, Liesl Raff, Werner Reiterer, Hubert Scheibl, Huda Takriti, Heimo Zobernig und Otto Zitko.
VAU will unter dem Vereinsvorstand Thomas Krinzinger, Isabell Steineck, Antonia Lia Orsi, Maximilian Thomann, Karoline Hilger und dem Vorsitz von Markus Peichl noch heuer ein Auftaktevent umsetzen. Es soll gemeinsam mit dem Eröffnungswochenende der Galerienschau „curated by“ vom 11. bis zum 13. September stattfinden. Die neue reguläre neue Kunstmesse ist für September 2027 geplant. Bisher sollen Gespräche über eine Förderung seitens der Stadt Wien positiv verlaufen.
Die Unterstützungserklärung der Künstler*Innen begrüßt die Gründung einer unabhängigen, international ausgerichteten Wiener Kunstmesse, die von den Galerien selbst getragen werden soll. Die Chance bestünde in einer Überwindung der Zersplitterung der Wiener Messelandschaft und der Stärkung des Kunststandort Wien. Eine weitere Forderung ging an die Stadt Wien und den Bund, das Vorhaben finanziell zu unterstützen. Das Schreiben wurde am 8. Juli unter anderem an Michael Ludwig, Bürgermeister der Stadt Wien, und Theresia Niedermüller, Leiterin der Sektion Kunst und Kultur im Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport, zugeschickt. |