Cathrin-Pichler-Preis für Sunggu Hong  |  | Sunggu Hong hat den Cathrin-Pichler-Preis 2026 erhalten | |
Der diesjährige Cathrin-Pichler-Preis der Akademie der bildenden Künste in Wien, der von der Stadt Wien gefördert wird, geht an den Künstler Sunggu Hong. Der Südkoreaner wird für seine recherchebasierte Performance-Installation „Uncanny Habitat, under the unmoving Moon“ ausgezeichnet und darf sich über ein Preisgeld von 2.500 Euro freuen. In seinem poetischen Denk- und Erfahrungsraum verbindet Hong Körper, Maschinen, Roboter, Bewegungen, Klänge, Atmosphären und Affekte zu einem vielschichtigen synästhetischen Erlebnis. Die Jury würdigt insbesondere Hongs Stärke, Komplexität nicht zu reduzieren, sondern als „reiseoffene Kartografie“ erfahrbar zu machen. „Seine Arbeit denkt das Verhältnis von Humanem und Nicht-Humanem als gemeinsame Bewegung, als wechselseitiges Formen, Berühren und Aufziehen. Im Sinne Cathrin Pichlers verbindet Hong künstlerisches und wissenschaftliches Denken zu einem offenen Erkenntnisraum, in dem Wissen durch Materialität, Rhythmus, Wahrnehmung und geteilte Erfahrung hervorgebracht wird“, heißt es in der Begründung der Jury.
Sunggu Hong wurde 1993 in Seoul geboren und studierte zunächst Bildende Kunst in Südkorea und später an der Akademie der Bildenden Künste Wien, wo er 2025 im Fachbereich Kunst und Zeit/Performance diplomierte. Seine Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Performance, Installation und theoretischer Recherche, wobei Sunggu Hong untersucht, wie sich Wahrnehmung, Körper und Umwelt gegenseitig formen. Häufig entstehen dabei vielschichtige räumliche Situationen, in denen sich menschliche und nicht-menschliche Perspektiven überlagern und neu verhandelt werden.
Der Cathrin-Pichler-Preis wird seit 2017 von der Akademie der bildenden Künste in Erinnerung an die Kuratorin und Autorin Cathrin Pichler an Studierende und Absolvent*innen der Akademie vergeben. Im Fokus steht dabei eine künstlerische Praxis, die wissenschaftliche Fragestellungen aufgreift und sich als eigenständige Form der Erkenntnisproduktion versteht. Zur diesjährigen Jury gehören Verena Kaspar-Eisert, Direktorin der Heidi Horten Collection, Verena Gamper, Kuratorin im Belvedere, Magdalena Stöger vom Cathrin Pichler Archiv sowie die Akademie-Professorinnen Felicitas Thun-Hohenstein, Carola Dertnig und Stefanie Seibold. Die Preisverleihung findet am 3. Juli im Rahmen der Diplomabschlussfeier der Akademie der bildenden Künste Wien statt. |