Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 24.06.2026 Moderne und Zeitgenössische Kunst

© Beurret Bailly Widmer Auktionen AG

Anzeige

Das flanierende Paar / Max Stern

Das flanierende Paar / Max Stern
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel

Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Kunstsatirikerin Jerry Gogosian tot in São Paulo aufgefunden

Hilde Lynn Helphenstein alias Jerry Gogosian

Unter dem Namen Jerry Gogosian berichtete die Bloggerin Hilde Lynn Helphenstein satirisch und mit Kenntnis über die Sitten der Kunstwelt. Nun wurde die Influencerin am Sonntag tot in dem Luxushotel Rosewood in São Paulo aufgefunden, wie brasilianische Medien gestern meldeten. Ein plastischer Chirurg habe laut dem TV-Sender Globo die Behörden informiert, nachdem er Helphenstein auf ihrem dreiwöchigen Trip in die Stadt beraten sollte, sie jedoch nicht erreichen konnte. Weder das Hotel, die U.S.-Botschaft in Brasilien noch die United Talent Agency, die die Kommentatorin seit 2024 vertritt, äußerten sich bisher zu dem Vorfall. Die Polizei behandelt den Sachverhalt als verdächtigen Todesfall und leitete bereits weitere Ermittlungen zur Todesursache ein.

Helphenstein, die 40 Jahre alt wurde, studierte Kunst in San Francisco und zeitweise auch an der Frankfurter Städelschule. Nachdem sie mehrere Jahre als Mitarbeiterin in Galerien tätig war, was sie unter anderem mit den Worten „Ich habe in sehr exklusiven Galerien gearbeitet, mit einer Kundschaft, die zu den korruptesten und bösartigsten gehörte, die die Welt je gesehen hat. Und die Künstler müssen sich diesen Kunden emotional anbiedern, weil das zu ihrem Job gehört“ kommentierte, gründete sie in Los Angeles ihren eigenen Projektraum „Hilde“. Als sie aus gesundheitlichen Gründen mehrere Monate lang ans Bett gefesselt war, entstand aus Frust und Langeweile die Idee, einen kritischen Blick auf die Kommerzialisierung der Kunst zu werfen. Dazu legte sich Helphenstein das sprechende Pseudonym „Jerry Gogosian“ zu, womit sie sich auf den Namen des bekannten New Yorker Kunstkritikers Jerry Saltz und den Galeristen Larry Gagosian, einen der führenden Kunsthändler weltweit, bezog. Mit dem Launch ihres Instagram-Accounts im Jahr 2018 eroberte die Bloggerin die Kunstwelt im Sturm.

Ihre scharfzüngigen Kommentare sowie ihre humoristischen Memes und Tratsch-Posts waren von einer intimen Nähe zur Branche geprägt und nahmen Auktionshäuser, Galerien, Sammler, Kunstmessen und Spekulanten gleichermaßen ins Visier. Jedoch verstand sie ihre Kritik nie als grundlegende Ablehnung der Kunstwelt: „Wir leben im Spätkapitalismus, ich kann nichts daran ändern, dass die Kommodifizierung von Flachheiten weitergeht“, erklärte sie dem Kunstmagazin Monopol in einem Interview. Das Magazin portraitierte die Bloggerin als „scharfsinnige Beobachterin eines Systems, das sie zugleich liebte und verspottete“. Zwei Jahre nach der Erstellung des Accounts gab der Artnet-Reporter Kenny Schachter die Identität hinter dem Blog bekannt, der zuletzt 145.000 Follower erreichte.

Seit dieser Zeit trat Hilde Lynn Helphenstein, die sich selbst als Konzeptkünstlerin verstand, auch unter ihrem richtigen Namen auf, kuratierte etwa im Herbst 2022 bei Sotheby’s in New York die Verkaufsausstellung „Suggested Followers: How the Algorithm is Always Right“, startete ihren Podcast „Art Smack“ und absolvierte ihren Master of Business Administration an der Stern School of Business der New York University. Im letzten Jahr gab Helphenstein schließlich bekannt, dass sie plane, ihren Blog zu schließen. Erst vor drei Tagen betonte sie in ihrem letzten Instagram-Post, dass man „die reiche Frau in sich fliegen lassen muss“ – ein Appell an eine Zukunft ohne den Charakter Jerry Gogosian, von dem sie sich mit der Zeit immer weiter entfernt hatte.


Infos: gogosian.com


02.06.2026

Quelle: Kunstmarkt.com/Lara Schauer

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Stilrichtung:


Konzeptkunst

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Variabilder:

Hilde Lynn Helphenstein alias Jerry Gogosian
Hilde Lynn Helphenstein alias Jerry Gogosian

Künstler:

Hilde Lynn Helphenstein








News vom 12.06.2026

Rosa Barba-Schau in Zürich

Rosa Barba-Schau in Zürich

Salzburg zeichnet Ashley Hans Scheirl aus

Salzburg zeichnet Ashley Hans Scheirl aus

Kunstwochenende in Zürich

Kunstwochenende in Zürich

Portikus zeigt Lukin Linklaters erste Einzelausstellung in Europa

Portikus zeigt Lukin Linklaters erste Einzelausstellung in Europa

News vom 10.06.2026

Jugendstil im Dorotheum

Jugendstil im Dorotheum

Sammlung Horn für Schloss Gottorf gesichert

Sammlung Horn für Schloss Gottorf gesichert

Fassbender-Preis geht an Assunta Abdel Azim Mohamed

Fassbender-Preis geht an Assunta Abdel Azim Mohamed

News vom 09.06.2026

Kriegswarnung von Frans Francken kehrt nach Dresden zurück

Kriegswarnung von Frans Francken kehrt nach Dresden zurück

Klage gegen Auktionshaus und Besitzer von Klimts „Fräulein Lieser“

Klage gegen Auktionshaus und Besitzer von Klimts „Fräulein Lieser“

August-Sander-Preis geht an Frieder Bickhardt

August-Sander-Preis geht an Frieder Bickhardt

Christina Kubisch-Retrospektive in Aachen

Christina Kubisch-Retrospektive in Aachen

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Grisebach GmbH - Georg Kolbe, Brunnentänzerin, 1922

4,98 Millionen Euro für Georg Kolbe — Grisebachs Sommerauktionen erzielen 19 Millionen Euro
Grisebach GmbH

Kunsthaus Lempertz - Außergewöhnliches Paar Tempelbehänge aus Seidenbrokat in Applikationstechnik, Tibet, um 1900

Tradition, Moderne und ein Galeriebestand in der Auktion Asiatische Kunst
Kunsthaus Lempertz

Beurret Bailly Widmer Auktionen AG - Hans Arp, Torso-Amphore, 1962

Artcurial Beurret Bailly Widmers Sommerauktionen in Basel
Beurret Bailly Widmer Auktionen AG





Copyright © '99-'2026
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce