 |  | Georg Kolbe, Tänzerinnen-Brunnen, 1922 | |
Als „Monument der Moderne“ bezeichnet das Auktionshaus Grisebach Georg Kolbes „Tänzerinnen-Brunnen“ und hat für das bildhauerische Ensemble aus dem Jahr 1922 auch gleich einen eigenen kleinen Katalog aufgelegt, der die künstlerische Meisterschaft, ikonische Formensprache und bewegende Geschichte des Skulpturenbrunnens darlegt. Nach einer ersten kleineren Fassung entwickelte Kolbe die Figur der nackten, exaltiert tanzenden Frau in Lebensgröße als Brunnenplastik für Heinrich Stahl, Direktor der Victoria-Versicherung in Berlin, und stellte sie auf einen Sockel über einer stilisierten Lotusblüte aus Travertin, die von drei kauernden Trägerfiguren gestützt wird. Für Kolbe war der Tanz eine bestimmende künstlerische Idee: „Alles Kreisen ist uns Tanzen. Wirbelnde Stürme, flackernde Flammen, springendes, wogendes Meer. … So ist auch der tanzende Mensch. Der schreitende, springende, wirbelnde Mensch. Sein Körper wird Geist, ist hier und dort, spielt und bricht und baut sich wieder auf. Rhythmischem Müssen ergeben wird sein Bewegen sichtbarer Klang.“ All das zeigt sein „Tänzerinnen-Brunnen“ in den Gesten, Geschlechterverhältnissen, dem Bezug zum Körper ebenso wie zu anderen Kulturkreisen.
So hat sich Georg Kolbe für die kauernden Trägerfiguren vermutlich Mohamed Nur, einen somalischen Intellektuellen, der 1910 mit einer sogenannten „Völkerschau“ nach Deutschland kam, als Modell gewählt und ihm die Kalkstein-Varietät anvertraut. In einem Materialmix erhebt sich darüber auf einem Bein fast schwebend die Tänzerin in Bronze, die sich von der Schwere des steinernen Sockels löst und in einem schwungvollen Aufwärtsstreben über den sprudelnden Wasserfontänen die Körper-Geist-Wandlung vom männlich Hockenden zum weiblich Erhobenen vollzieht. Dergestalt stand der Brunnen im Garten der Villa von Heinrich und Jenny Stahl in Berlin-Dahlem. Während des Nationalsozialismus wurde die jüdische Familie verfolgt und musste neben ihrem Besitz auch ihr Haus mitsamt Brunnen verkaufen. Heinrich Stahl, seit 1933 Vorsitzender der Berliner Jüdischen Gemeinde und fest im gesellschaftlichen und kulturellen Leben der Metropole verankert, überlebte das Konzentrationslager Theresienstadt nicht, wohin er und seine Ehefrau 1942 deportiert wurden. Jenny Stahl konnte einige Jahre nach ihrer Befreiung zu ihrem Sohn Bruno in die USA auswandern.
Stahls Villa samt Brunnen hatte 1941 Theodor Dimanow übernommen, der von 1942 bis 1944 bulgarischer Gesandtschaftsrat in Berlin war. Von dessen Erben wurde die Brunnentänzerin 1978 an das Georg-Kolbe-Museum verkauft und im Garten des ehemaligen Atelierhauses in Berlin aufgestellt. Da Werner Stahl, ein Enkel von Heinrich Stahl, im Jahr 2001 den Verzicht auf den „Tänzerinnen-Brunnen“ nicht im Namen der gesamten Familie Stahl erklärt hatte, wurde erst heuer nach verzwickten Verhandlungen eine gütliche Einigung zwischen der Georg-Kolbe-Stiftung und den Nachkommen der Stahls über die Rückgabe der Skulptur erzielt. Nachdem Grisebach im November 2025 für Georg Kolbes lebensgroßen Akt „Stehende Frau“ den Auktionsrekord für den Berliner Bildhauer mit 1,12 Millionen Euro netto aufstellen konnte, erwartet der Versteigerer nun für den „Tänzerinnen-Brunnen“ 1 bis 1,5 Millionen Euro und erkennt ein hohes Potenzial, den Spitzenpreis aus dem vergangenen Jahr noch zu überbieten.
Überdrehtheit gegen Verinnerlichung
Für seine Auktion „Ausgewählte Werke“ hat Grisebach aus dem Gesamtangebot von über 280 Kunstwerken mit einer unteren Schätzpreissumme von rund 11,6 Millionen Euro 55 Positionen zusammengestellt und feiert mit ihnen sein 40jähriges Bestehen. 1986 gründete Bernd Schultz mit vier renommierten deutschen Galeristen das Auktionshaus in Berlin, das damals noch Villa Grisebach hieß, wollte damit an die Vergangenheit der Hauptstadt als großes internationales Kunsthandelszentrum anschließen und legte die Messlatte gleich recht hoch. Seither gehört Grisebach zur Spitze der deutschen Versteigerer mit Schwerpunkten bei der modernen und zeitgenössischen Kunst. Das führt der Katalog zu den „Ausgewählten Werke“ wieder eindrucksvoll vor. Neben Kolbes Brunnentänzerin ist die Auktion diesmal mit Skulpturen gut besetzt. Nicht weniger expressiv, aber weitaus verinnerlichter hat Wilhelm Lehmbruck 1913/14 seine aufrecht stehende Figur „Große Sinnende“ angelegt und daraus die „Büste der Großen Sinnenden“ extrahiert, die wohl in einem Lebzeitenguss aus Terrakotta vorliegt und nun für 150.000 bis 200.000 Euro ihr Auktionsdebut gibt. Dass sich die Moderne intensiv um die Abstraktion des Figurativen bemüht hat, macht zudem Ewald Matarés kleine stehenden „Windkuh“ von 1923 für 60.000 bis 80.000 Euro deutlich. Als eines der wenigen plastischen Werke Conrad Felixmüllers tritt sein naturbelassenes Eichenholzrelief „Liebespaar“ von 1923 an, das ihn in enger Verschmelzung mit seiner Frau Londa bei Küssen wiedergibt (Taxe 90.000 bis 120.000 EUR).
Über Hans Uhlmanns kleine scharfkantige Stahlplastik, ein Arbeitsmodell von 1960/61 zu der monumentalen Ausführung vor der Deutschen Oper in Berlin (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR), geht es zu jüngeren bildhauerischen Positionen, etwa zu Frank Stellas Relief „The Spouter-Inn, S-8“ von 1986/87. Die rechteckige Stahlplatte, auf die Stella die teils industriell vorgefertigten, teils nach Schablonen geformten und frei geschnittenen geometrischen Elementen aus patiniertem Edelstahl, Eisen und Bronze spielerisch aufgebracht hat, ist mit 35.000 bis 45.000 bewertet. Recht bunt tritt dagegen Keith Harings „Totem“ von 1988 aus geschnitztem Schichtholz in leuchtender Farbigkeit an und verhandelt in seiner prägnanten Bildsprache zentrale menschliche Themen wie Gemeinschaft, Rhythmus und kollektive Energie (Taxe 180.000 bis 240.000 EUR).
Auf ein vielfältiges Kolorit verzichtet dann wieder Katharina Fritsch bei ihrer lebensgroßen Skulptur „Doktor“ von 1997/99 und lässt nur das berufsspezifische Weiß für ihr mit einem Arztkittel verhülltes Gerippe gelten (Taxe 200.000 bis 300.000 EUR). Was hier für Tod steht, dreht sich in Antony Gormleys rostbraunem Eisenguss „Bearing II“ von 1995 in das Gegenteil um: hier scheint aus einer Gestalt mit sarkophagähnlichem Unterkörper ein neuer Mensch zu entstehen. In dieser Komposition ineinandergreifender Körper kommen Fragen nach Identität, Transformation, Leben und Beziehung zum Ausdruck (Taxe 250.000 bis 350.000 EUR). Seine siebenteilige Skulpturengruppe hat Thomas Schütte 1999 mit „Urnen“ betitelt und geht damit auf das Verhältnis ein, dass der Brennprozess, der den Ton der vasenförmigen Gebilde verfestigt, auch die Assoziation an eine Einäscherung auslöst. In dieser Verschränkung von materieller Verwandlung und existenzieller Bedeutung liegt die Spannung des Ensembles (Taxe 90.000 bis 120.000 EUR).
Farbentaumel
Im Malerischen hat vor allem die Moderne das Sagen. Höhepunkt ist hier Emil Noldes Blumenbild „Astern“ von 1919, das seine Kraft aus der Farbwirkung bezieht und in einem Rausch aus Rot, Rosa, Lila, dunklem Grün und Orangegelb schwelgt (Taxe 600.000 bis 800.000 EUR). Gemäßigter geht Max Beckmann bei seinem „Springbrunnen in Baden-Baden“ von 1936 ans Werk und steigert das Kolorit nicht so sehr wie sein Expressionistenkollege. Ihm geht es vielmehr um eine vorgetäuschte Idylle; denn die Parkszene wird durch ein subtil sich einstellendes Gefühl von Enge und Stillstand gebrochen (Taxe 400.000 bis 600.000 EUR). Nachdem Hermann Max Pechstein seinen favorisierten Ferienort Nidden an der Kurischen Nehrung nicht mehr aufsuchen konnten, weil er nach dem Ersten Weltkrieg an das Völkerbund-Mandatsgebiet Memelland ging, wurde Leba im östlichen Hinterpommern ab 1921 sein bevorzugtes Sommerquartier an der Ostsee. Bei seinem ersten dortigen Aufenthalt entstand seine Küstenszene „Kalter Nachmittag“, bei der zwei Menschen einsam am Strand unter den kühlen Sonnstrahlen dahinschlendern (Taxe 200.000 bis 300.000 EUR). Ein wichtiges Modell für Paula Modersohn-Becker war ihre Stieftochter Elsbeth. In dem „Brustbild Elsbeth mit Margeriten im Haar“ von 1901 tritt uns die Dreijährige mit verträumten Blick in einer flächig reduzierten Landschaft entgegen (Taxe 150.000 bis 250.000 EUR). Vergleichbar baute Modersohn-Becker drei Jahre später mit schwungvoller Linienführung ihre Kohlezeichnung „Selbstbildnis mit Landschaft vor Bäumen“ in innerer und äußerer Wahrnehmung auf (Taxe 25.000 bis 35.000 EUR).
Eine weitere künstlerische Selbstbefragung liegt von Siegfried Shalom Sebba vor: In seinem „Selbstportrait mit Bierglas“ sticht sein scharfer Blick unter der Hutkrempe hervor und richtet sich direkt an den Betrachter. Bei der Preisgestaltung für das Ölgemälde aus dem Jahr 1928 in Höhe von 40.000 bis 60.000 Euro richtet sich Grisebach nach dem 2007 erzielten hauseigenen Zuschlag von 45.000 Euro. Auch Adolph Menzel begegnet uns in der Auktion. Sein Freund Eduard Magnus malte den jungen Künstler 1843 mit einem klaren Blick und frischen wachen Geist, der noch nichts von den eigenbrötlerischen Altersbildern erahnen lässt (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR). Weniger Portrait als Menschenstudie sind die 24 Fotografien, die Helmar Lerski zwischen Oktober 1935 und Februar 1936 von Leo Uschatz anfertigte und unter den Titel „Verwandlungen durch Licht“ stellte. Denn mit der Reihe wollte er seinem Modell verschiedene Charaktere verleihen: „Ich produziere seinen Ausdruck, ich gestalte mit Hilfe des Lichts seinen Kopf, seine Linien, ich gestalte vor allem seine Beseeltheit mit meinem Licht.“ Die 24 Vintages sollen 25.000 bis 30.000 Euro einspielen.
Existenzielle Weiblichkeit
Mit druckgrafischen Arbeiten kann Grisebach gleichfalls punkten. Da gibt es zunächst Edvard Munchs Lithografie „Madonna“ in einer schwarzweißen Ausführung von 1895. Die ikonische Darstellung einer Weiblichkeit, die Ekstase, Verführung und Sinnlichkeit in eine existenzielle Dimension weitet, ist marktkonform mit 150.000 bis 200.000 Euro bewertet. In der gleichaltrigen Radierung „Der Kuss“ verdichtet Munch eine über Jahre entwickelte Motivserie zu einer reduzierten intimen Szene eines ineinander verschmolzenen nackten Paares in einem Zimmer, was Behörden im damaligen Kristiania derart unmoralisch vorkam, dass sie eine öffentliche Ausstellung des Blattes verboten (Taxe 70.000 bis 90.000 EUR). Der zweite grafische Hauptmeister des Expressionismus ist Ernst Ludwig Kirchner. Inspiriert von der Tänzerin Nina Hard, seiner prägenden Muse des Sommers 1921, schuf Kirchner den Farbholzschnitt „Toilette“ als Akt beim Frisieren der Haare. Mit nur fünf bekannten Abzügen und der einzigen Farbstellung in Schwarz, Karminrot und Kobaltblau gehört er zu den seltensten grafischen Blättern seines Werks (Taxe 180.000 bis 240.000 EUR). Mit dem zweiten Farbholzschnitt „Blonder Mann“ setzte Kirchner 1919 Karl Stirner ein Denkmal, obwohl er den zwei Jahre jüngeren Künstlerkollegen eigentlich nicht mochte und nur langweilig empfand. So beschrieb er Stirner nach dessen kurzen Davoser Kuraufenthalt im Sommer 1919 als einen „schrecklich banalen schwäbischen Maler“, der ihn „in seiner devoten Art absolut an den jungen Pechstein“ erinnere (Taxe 80.000 bis 120.000 EUR).
Als eine der wenigen ungegenständlichen Arbeiten der Moderne ragt bei der Versteigerung Victor Servranckx’ Leinwand „Opus 5“ aus dem Jahr 1927 heraus. Zusätzlich hat er dem gleichermaßen vom Kubismus, Konstruktivismus und Surrealismus beeinflussten Gemälde die sprechenden Titel „Les Croisades“ oder „Poème épique“ mitgegeben, die weitere Dimensionen einer Deutung eröffnen. Die metallisch wirkenden Formen in der linken Bildhälfte lassen an eine Rüstung und damit an einen Kreuzritter denken; die langen roten, langen Keile vor ihm könnten für Blut, das zur Erde fließt, stehen (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR). In den jüngeren Epochen wird die Abfolge der abstrakten Kunst etwas dichter. Hier treffen etwa Ernst Wilhelm Nays dynamische Komposition „Um drei rote Punkte“ von 1950 aus der Werkreihe der „Fugalen Bilder“, Serge Poliakoffs erdfarben ruhige „Composition abstraite“ von 1962 (Taxe 120.000 bis 180.000 EUR) oder Sigmar Polkes von Rasterpunkten überzogene, freie, alchemistische Übung aus Acryl-, Sprüh- und je nach Lichteinfalls sich verändernder Interferenzfarbe aufeinander (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR).
Frühe Figuration
Doch das Intermezzo der Abstraktion dauert nur kurz. Denn schon auf Jean Dubuffets kritzeliger Gouache „Personnage des ‚Légendes‘“ aus dem Jahr 1962 schält sich schon wieder eine menschliche Gestalt mit Kulleraugen und einem Lächeln heraus (Taxe 180.000 bis 240.000 EUR). Auch Konrad Klapheck hat mit seiner „Doppelhochzeit“ bereits 1956 wieder auf Gegenstände rekurriert und sie als viertes Bild in sein von ihm ab 1955 selbst erstelltes Werkverzeichnis eingetragen. Er nutzte dafür erstmals das für ihn zentrale Motiv der Schuhspanner und kristallisierte die Gegenüberstellung zweier Paare dieser Alltagsobjekte zu einem präzisen, zugleich poetischen Sinnbild menschlicher Beziehungen. Klapheck schenkte das Gemälde Ende der 1950er Jahren Wilfried Fonrobert, einem Freund aus Jugendzeiten, in dessen Sammlung es bisher verblieb und nun erstmals für 200.000 bis 300.000 Euro den Kunstmarkt betritt.
Zusammen mit Baselitz entwickelte Eugen Schönebeck um 1960 eine weitere Spielart der neuen Figuration, die sich als Gegenpol zu den dominierenden abstrakten Strömungen seiner Zeit verstand, und stellte radikal deformierte menschliche Wesen ins Zentrum seines Schaffens, wie die „Figur mit Vogel I“. Da Schönebeck zu Beginn der 1970er Jahre die Ölmalerei aufgab, zählt die großformatige Leinwand von 1963/64 zu den Hauptwerken seines nur 52 Gemälde umfassenden Œuvres (Taxe 150.000 bis 200.000 EUR). Von dem erst Ende April verstorbenen Georg Baselitz ist die Tuschezeichnung „Hirte“ von 1966 in ähnlicher Sicht auf den Menschen für 100.000 bis 150.000 Euro zu haben. Mit ihrer Kunst gaben beide einen wichtigen Impuls für die nachfolgende Generation der neoexpressionistischen Jungen Wilden, die im anarchischen Geist der 1970er und 1980er Jahre in Berlin groß wurden. Ein markantes Beispiel dafür ist Rainer Fettings Sicht auf den nächtlichen „Moritzplatz I“ im Berliner Stadtviertel Kreuzberg, die jahrelang in der renommierten Sammlung von Erich Marx beheimatet war, eine illustre Ausstellungshistorie aufzuweisen hat und nun für 90.000 bis 120.000 Euro bei Grisebach antritt.
Daniel Richters Gemälde „Die Verschaffung des Guten“ ist ein Schlüsselwerk seiner frühen 2000er Jahre, in denen er nach einer abstrakten Frühphase eine neue, an die Historienmalerei angelehnte figurative Bildsprache ersann und Themen wie Macht, Gewalt, soziale Konflikte und gesellschaftliche Dynamiken in glühenden Farben eindringlich kondensierte. „Die Verschaffung des Guten“ zeigt folglich eine apokalyptische brennende Landschaft mit entwurzelten verkohlten Bäumen sowie zerstörten Häusern und Gerätschaften, durch die mit zwei Revuetänzerinnen und einem mit der amerikanischen Flagge bedeckten Elefanten die Überbleibsel eines Zirkus streifen. Diese rätselhafte Dystopie ist mit 300.000 bis 400.000 Euro veranschlagt. Mit ihren Rollenspielen, in denen sie als Fotografin, Regisseurin, Maskenbildnerin und Hauptdarstellerin in Personalunion agiert, gehört Cindy Sherman zu den Protagonisten der Gegenwartskunst und verwandelt sich dabei vorhandene Bildwelten an. So griff sie Anfang der 2000er Jahre auf die Figur des Clowns als dialektische Gestalt zwischen Spaß und Tragik, Narretei und Wahnsinn zurück. In ihrem großformatigen C-Print „Untitled #415“ von 2004 beschwören daher das geschminkte Lachen das Gesicht des Jokers als Inbegriff des Bösen hinter der Narrenmaske, der glitzernde Bowlerhut und der Gürtel mit Klaviertastenmuster die lässige Brutalität von Kubricks „A Clockwork Orange“ und das mysteriöse rosafarbene Getränk eine gefährliche Substanz herauf (Taxe 300.000 bis 400.000 EUR).
Die Auktion beginnt am 4. Juni um 18 Uhr. Eine Besichtigung der Werke ist bis zum 2. Juni täglich von 10 bis 18 Uhr, am 3. Juni von 10 bis 15 Uhr möglich. Der Internetkatalog listet die Objekte unter www.grisebach.com. |