Lilli Hollein bleibt Direktorin im Wiener MAK  |  | Lilli Hollein | |
Lilli Hollein wird weiterhin das Österreichische Museum für angewandte Kunst (MAK) leiten. Andreas Babler, Kunst- und Kulturminister sowie Vizekanzler in Österreich, bestellte die 53jährige ab September für weitere fünf Jahre als Generaldirektorin des Wiener Museums und folgte damit dem einstimmigen Urteil der Findungskommission. Beworben hatten sich lediglich vier Österreicherinnen. Hollein habe die Kommission mit einem klaren Blick auf die Herausforderungen des MAK überzeugt. „Sie zeigt im Besonderen die Fähigkeit, das Haus als Kultur- und Wissenschaftsbetriebs zu führen und punktet mit kreativen und zukunftsweisenden Ausstellungskonzepten, die neue Besucher*innengruppen erschließen sollen“, teilte das Kunst- und Kulturministerium mit.
„Lilli Hollein hat das MAK in den vergangenen fünf Jahren hervorragend geführt und es klar positioniert: Aktivistisch, modern, feministisch setzt sich das MAK mit den großen Fragen unserer Zeit aktiv auseinander. Mit einem vielfältigen programmatischen Spektrum hat sie das MAK zu einem offenen Ort des Austauschs weiterentwickelt, unterschiedliche Publikumsgruppen angesprochen und im Sinne der Diversität erweitert. Ich wünsche Frau Generaldirektorin Hollein eine ebenso erfolgreiche zweite Funktionsperiode“, freut sich Babler über die erneute Berufung Holleins.
Lilli Hollein, Tochter des österreichischen Stararchitekten Hans Hollein, ist seit September 2021 Generaldirektorin und wissenschaftliche Geschäftsführerin des MAK. Sie studierte ab 1991 zunächst Psychologie an der Universität Wien und dann von 1993 bis 1999 Industriedesign bei Paolo Piva an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Als Kuratorin war sie im Anschluss für eine Reihe von Architektur- und Designausstellungen verantwortlich und berichtete in mehreren österreichischen Medien zu diesen Themengebieten. Hollein war Mitinitiatorin des Designfestivals „Vienna Design Week“, das seit 2007 jährlich in Wien stattfindet, und bis 2021 auch dessen Direktorin. Seit 2022 ist sie zudem Honorarprofessorin an der New Design University St. Pölten und seit 2023 Mitglied des Universitätsrats der Universität für angewandte Kunst Wien. |