Berlins Finanzsenator übernimmt noch die Kultur  |  | Finanzsenator Stefan Evers wird Chef der Berliner Kulturverwaltung | |
Stefan Evers, seit April 2023 Finanzsenator von Berlin, wird nun auch für die Kulturagenden der deutschen Hauptstadt verantwortlich sein. Wie der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU), heute mitteilte, übernimmt Evers die Zuständigkeit für die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der 46jährige CDU-Politiker tritt damit die Nachfolge von Senatorin Sarah Wedl-Wilson an, die in der vergangenen Woche wegen der umstrittenen Vergabe von Fördermitteln gegen Antisemitismus aus dem Amt geschieden war. Der Berliner Rechnungshof hatte diese als rechtswidrig eingestuft.
Neben Stefan Evers sind in der Kulturverwaltung nun Cerstin Richter-Kotowski (Kultur) und Alexander Straßmeir (Gesellschaftlicher Zusammenhalt) als Staatssekretäre tätig. Wegner verwies darauf, dass Evers bereits den Hauptstadtfinanzierungsvertrag verhandelt, bei dem es auch um die Finanzierung der Hauptstadtkultur geht. „Deshalb danke ich Stefan Evers sehr für seine Bereitschaft, die zusätzliche Aufgabe für die kommenden Monate zu übernehmen“, so Wegner abschließend. Die Personalie wird in der Berliner Kulturszene als Minimallösung verstanden. Steht doch im September die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus an. Mit Evers erhält die Berliner Kulturverwaltung nun zum zweiten Mal in einem Jahr eine neue Leitung. Im Mai 2025 war Joe Chialo (CDU) zurückgetreten, nicht zuletzt deshalb, weil er sich mit den Sparauflagen Evers’ für den Kulturbereich nicht abfinden wollte. |