Schloss Bellevue wird zur Kunstgalerie  |  | Die Akademie der Künste in Berlin bespielt das Schloss Bellevue im Juni mit einer Ausstellung | |
Die Berliner Akademie der Künste bespielt im Juni zwei Wochen lang das Schloss Bellevue mit einer Pop-Up-Schau. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier stellt ihr hierfür seinen Amtssitz zur Verfügung, der aufgrund von anstehenden Sanierungsarbeiten bereits leergeräumt ist. Als Sitz des Staatsoberhauptes ist das Schloss laut Kurator Anh-Linh Ngo kein neutraler Ausstellungsort, sondern stehe symbolisch für unsere liberale Demokratie, was von den teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern aus verschiedenen Sparten thematisiert werden soll. Das Gebäude wird hierbei zum eigentlichen Exponat: die kreativen Beiträge, darunter von Christian Awe, Carola Bauckholt, Monica Bonvicini, Jürgen Böttcher, Ayse Erkmen, Jochen Gerz, Katharina Grosse, Boris Mikhailov, Karin Sander, Matthias Sauerbruch, Gregor Schneider, Chiyoko Szlavnics oder Wolfgang Tillmans, sollen in ein spannungsvolles Verhältnis zu dem Ort treten und auf das Schloss als historischen und politischen Raum reagieren.
Das Schloss Bellevue wurde 1786 im Berliner Tiergarten errichtet und dient seit 1994 als Amtssitz des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland. Das klassizistische Gebäude, das nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg äußerlich originalgetreu wiederaufgebaut wurde, gehört zu den ältesten erhaltenen Schlossbauten der Stadt. Seit 2026 ist das Schloss aufgrund von Sanierungsarbeiten, deren Dauer auf acht Jahre geschätzt wird, komplett geschlossen. Die Ausstellung „Freiraum Kunst – Akademie der Künste goes Bellevue“ läuft vom 13. bis zum 28. Juni und kann kostenlos besucht werden. Zeitfenstertickets stehen ab dem 18. Mai auf der Internetseite der Akademie zu Verfügung. |