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 | Venedig: Biennale-Jury entscheidet nach ethischen Kriterien  |  | Jury der venezianischen Kunstbiennale schließt Länder von der Preisvergabe aus, die gegen die Grundsätze der Menschlichkeit verstoßen | |
Die Jury der Kunstbiennale von Venedig will in diesem Jahr bei der Preisvergabe keine Länder berücksichtigen, deren amtierende Staats- und Regierungschefs vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt werden sollen. Sie werden dann etwa bei Auszeichnungen um den Goldenen und Silbernen Löwen für die besten Länderpavillons nicht zum Zug kommen. Das Vergabegremium unter dem Vorsitz der brasilianischen Kunsthistorikerin und Kuratorin Solange Oliveira Farkas erklärte, es fühle sich der „Verteidigung der Menschenrechte“ verpflichtet und folge dabei auch der Vision von Koyo Kouoh, der verstorbenen Kuratorin der Hauptausstellung der diesjährigen Biennale.
Die Jury nannte keine konkreten Namen. Mit Vorwürfen wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit werden derzeit vor dem IStGH allerdings Russlands Präsident Wladimir Putin aufgrund der russischen Invasion in die Ukraine und der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu aufgrund des Gaza-Kriegs mit einem Haftbefehl belangt. Beide Länder wollen bei der diesjährigen Biennale ab dem 9. Mai mit eigenen Beiträgen teilnehmen. Auch gegen die Staatschefs von Sudan und Afghanistan ermittelt der IStGH. Allerdings unterhalten beide Staaten keinen eigenen Länderpavillon bei der Biennale in Venedig. |
28.04.2026 | Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching |  | Zurück | |

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