Julia Stoschek Foundation verlässt Berlin  |  | Julia Stoschek will ihren Ausstellungsraum in Berlin aufgeben | |
Die Kunstsammlerin Julia Stoschek will ihren Berliner Ausstellungsraum aufgeben. Der Standort in der Leipziger Straße werde Ende Oktober 2026 geschlossen. Das teilte die Julia Stoschek Foundation heute mit. Künftig wolle man sich auf das Düsseldorfer Stammhaus sowie auf temporäre Formate im In- und Ausland konzentrieren. Damit knüpft die Foundation an jüngste Präsentationen an, darunter „What a Wonderful World: An Audiovisual Poem“, die nach sechswöchiger Laufzeit in Los Angeles im März mit über 30.000 Besucher*innen endete.
Seit der Eröffnung des 3.000 Quadratmeter großen Ausstellungshauses im ehemaligen Tschechischen Kulturzentrum im Jahr 2016 hat Julia Stoschek in Berlin ein umfangreiches Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm aus ihrer Sammlung mit zeitbasierter Kunst präsentiert und damit eine Lücke in der hauptstädtischen Kunstwelt geschlossen. Laut eigener Aussage hätten mehr als 450.000 Besucher*innen die 22 Einzel- und Gruppenausstellungen sowie die weiteren vielfältigen Vermittlungsformate wahrgenommen.
Mit der Schließung der Berliner Dependance verbindet Julia Stoschek eine strategische Neuausrichtung und fokussiert sich verstärkt auf internationale Projekte. Damit will sie ihre Sammlung einem weltweiten Publikum zugänglich machen. Dennoch bleibt sie der Stadt Berlin weiterhin verbunden und will dort temporäre Formate an wechselnden Orten realisieren. „Berlin bleibt für mich ein zentraler Bezugspunkt – eine Stadt, mit der ich mich sehr verbunden fühle und die die Arbeit der Foundation maßgeblich geprägt hat. Für die Jahre in der Leipziger Straße bin ich sehr dankbar“, gab Stoschek zu Protokoll. Nach umfassenden Renovierungsarbeiten soll das Düsseldorf Haupthaus im April 2027 wiedereröffnen. |