Oxford erwirbt unbekannte Werke von Lee Miller und Cecil Beaton  |  | aus dem wiederentdeckten Album mit Fotos von Lee Miller und Cecil Beaton | |
Die Bodleian Libraries der Universität Oxford haben eine Sammlung teils bisher unbekannter Lichtbilder von Lee Miller und Cecil Beaton bei der Michael Hoppen Gallery erworben. Das teilte zuerst die Plattform Artlyst mit. Die Fotografien stammten aus einem privaten Album von Roland Haupt, der während des Zweiten Weltkriegs Assistent der beiden Fotografen war. Die Mappe lag wohl mehr als 80 Jahre lang in einer Schublade und wurde erst kürzlich dort wiederentdeckt. Der Londoner Kunsthändler Michael Hoppen beschreibt das Album als eine „empirische Zeitkapsel“ der letzten Kriegsjahre. Es handelt sich um eine Art Feldtagebuch: die Bilder sind zufällig und persönlich ausgewählt, die Haupt um Zeitungsausschnitte mit Millers und Beatons Fotos, Portraits oder auch Bühnenbilder ergänzte.
Roland Haupt, der die Sammlung ab 1943 aufbaute, leitet das Album mit den Worten ein: „Dies ist die Geschichte meiner Lieblingsfotografin Lee Miller – Vogue-Kriegskorrespondentin, die der US-Armee von den Stränden der Normandie fünf Tage nach D-Day bis zum finalen Einzug in Berlin folgte und danach ihre Reise in Länder, die besetzt gewesen waren, fortsetzte und mehrere spannende Erfahrungen machte – hier sind einige schöne Bilder.“ Miller und Cecil Beaton schickten Haupt ihre belichteten Filme von der Front über Armeekuriere, damit er sie in seiner Londoner Dunkelkammer entwickeln und dann weiter an Zeitungen und Zeitschriften senden konnte. Miller sandte ihm Rollen aus der Normandie, Deutschland oder aus Konzentrationslagern. Beatons Beitrag für das Album bezieht sich auf seine Stationierung in Nordafrika. |