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 | Karlsruhe erwirbt Rodin-Aquarell  |  | Auguste Rodin, Kambodschanische Tänzerin, 1906/07 | |
Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe hat sich für ihre Sammlung ein Werk von Auguste Rodin zugelegt und mit Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung sowie des Förderkreises der Kunsthalle die aquarellierte Zeichnung „Kambodschanische Tänzerin“ von 1906/07 angekauft. Das Blatt ergänzt nun den bisherigen skulpturalen Rodin-Bestand des Museums und eröffnet zugleich einen Blick auf den Bildhauer Rodin als Zeichner. Diese Seite seines Schaffens verstand er selbst als den „Schlüssel“ zu seiner Kunst. „Wir sind glücklich, dass die Erwerbung dieser virtuosen Zeichnung des berühmten französischen Bildhauers dank der Unterstützung unserer guten Partner gelingen konnte“, so Kunsthallen-Direktor Frédéric Bußmann. „Sie akzentuiert den herausragenden Bestand französischer Zeichnungen der Kunsthalle um ein sehr feines Blatt voller Bewegung und Anmut.“
Die Arbeit entstand im Umfeld eines historischen Ereignisses: 1906 gastierte eine kambodschanische Hoftruppe des Königs Sisowath I. anlässlich einer französischen Kolonialausstellung in Paris und Marseille. Der damals 66 Jahre alte Rodin besuchte die Tanzdarbietungen mehrfach und studierte die Akteure mit großer Aufmerksamkeit. Aus diesen Beobachtungen entwickelte er eine Serie von rund 150 Zeichnungen, die keine fixierten Posen, sondern fließende Bewegungen festhalten. Rodin überarbeitete die raschen Linien seiner vor Ort entstandenen Skizzen im Atelier mit transparenten Aquarellfarben und verlieh den Figuren eine fast schwerelose Präsenz. Bisher gehörten die beiden Plastiken „Das Haupt Johannes’ des Täufers“ von 1878/79 und der „Schreitende Mann“ um 1900 zum Bestand der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. |
11.03.2026 | Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching |  | Zurück | |

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