 |  | Cuno Amiet, Winter in den Bergen, 1913 | |
„Bilder wie diese sind es, die Amiets internationalen Ruf begründet haben und uns bis heute staunen lassen: Die Kühnheit der Reduktion von Form und Farbe zu Beginn der zehner Jahre sucht ihresgleichen, setzt ihn einerseits an die Spitze der Avantgarde und lässt ihn andererseits als komplett unabhängig erscheinen!“ Mit diesen Worten hebt das Baseler Auktionshaus Artcurial Beurret Bailly Widmer zwei Werke Cuno Amiets hervor, die es in der kommenden Wochen zu seinen Frühjahrsauktionen auf den Markt bringt. In der Tat gehören die beiden Winterlandschaften zum Besten, was der Schweizer in seiner Auseinandersetzung mit Farbe, Natur und Stimmung geschaffen hat. Im Zentrum des ersten Bildes aus dem Jahr 1910 steht mittig ein kahler Obstbaum, auf dem sich dick der Schnee abgelagert hat. Hinterfangen wird er von einem hellen leuchtenden Grund, von dem er sich deutlich abhebt und ein subtiles Spiel mit Licht und Schatten aufnimmt. Der Schnee schimmert in Nuancen aus Blau und Violett und kontrastiert mit dem komplementären strahlenden Gelb zu einer chromatischen Harmonie.
Genauso atmosphärisch hat Cuno Amiet 1913 seinen „Winter in den Bergen“ angelegt. Hier ragen drei scheinbar von innen heraus rot glühende Berggipfel in den grüngelben Himmel, während sich unter ihnen ein blauweißes Schnee- und Nebelmeer ausbreitet. Das Kolorit ist wiederum nicht naturalistisch gestaltet, sondern bewusst gesteigert, die Formen stark vereinfacht und nehmen ornamentale Züge an. Dadurch macht Amiet den winterlich-nebligen Dunst zu einem kraftvollen, farbintensiven Naturphänomen, in dem Realität und subjektive Wahrnehmung miteinander verschmelzen. Als Beweis ihrer musealen Qualität sind beide Gemälde ab September für eine Ausstellung zu Cuno Amiet im Musée d’art de Pully angefragt. Dazu müssen die neuen Besitzer aber erst einmal bei der Züricher Privatsammlung zugreifen, in der die Gemälde seit über vierzig Jahren beheimatet sind, und am 11. März jeweils 500.000 bis 700.000 Schweizer Franken hinblättern.
Schweizer Kunst
Mit diesen Preisvorgaben steigt ein weiteres Werk bei Artcurial Beurret Bailly Widmer aufs Auktionspult: Albert Ankers Portrait eines jungen blonden Mädchens. Mit tiefer Empathie gelingt es dem Berner Realisten, Ernst und Schüchternheit des kindlichen Wesens einzufangen. Er lässt alles Erzählerische weg, konzentriert sich auf die Person in schlichter bäuerlicher Kleidung und macht das Gesicht zum Schauplatz der Seele. Daneben zeichnete Anker mit Tusche noch einen alten Berner Bauern (Taxe 4.000 bis 6.000 SFR) und malte mit ebenso viel Feingefühl in Aquarellfarben ein zurückhaltendes Mädchen, das auf einer Tafel gerade das Schreiben übt und dabei einen Apfel isst (Taxe 20.000 bis 30.000 SFR). Die Auktion „Schweizer Kunst“ beginnt mit einem gekonnten Selbstbildnis von Anton Graff, in dem sich der bereits in Dresden niedergelassene Schweizer Maler des Klassizismus im Jahr 1808 als älteren Künstler beim Zeichnen verewigte (Taxe 20.000 bis 30.000 SFR). In dieser Epoche bleibt es mit Johann Heinrich Wüest, der im Auftrag des Zürcher Seidenfabrikanten Salomon Escher 1795 insgesamt 18 hochformatige ideale Landschaften als feste Wanddekorationen für den Gartensaal des Hauses zum Wollenhof schuf. Je nach Größe rangieren die zwölf nun angebotenen Arbeiten aus diesem Zyklus zwischen 4.000 Franken und 7.000 Franken, werden erst einzeln und dann noch einmal als Konvolut aufgerufen.
Ein schon biedermeierlicher Zugriff zeichnet Wolfgang-Adam Töpffers beschauliche sommerliche Ansicht des verschneiten Mont Blanc aus, in die er 1819 im Vordergrund mehrere Landleute auf einem Weg eingegliedert hat (Taxe 8.000 bis 12.000 SFR). Recht wild und ungestüm geht es dagegen bei Rudolf Kollers Kutschfahrt mit einer Menschenschar bei der „Fröhlichen Heimkehr“ von 1874 zu. Da die Ähnlichkeiten mit Kollers einem Jahr älteren Meisterwerk „Gotthardpost“ frappierend sind, nehmen sich die anvisierten 30.000 bis 40.000 Franken geradezu günstig aus. Ruhe strahlen dagegen wieder die drei Landschaftsbilder François Bocions mit dem Genfer See als Hauptakteur aus, die je nach Größe und Motiv zwischen 10.000 bis 15.000 Franken für den Sommer in „Vidy, embouchure de la Chamberonne“ von 1875 bis zu 60.000 bis 80.000 Franken für Vorfrühlingstag „Le grand lac vu du quai d’Ouchy“ von 1887 kosten sollen. Marius Borgeaud ist dann der Maler, der in der Auktion zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert vermittelt. Während seine „Paysage au bouquet d’arbres“ von 1904 noch einem impressionistischen Malduktus verpflichtet ist (Taxe 10.000 bis 15.000 SFR), verzichtet er nach einem Aufenthalt in Pont-Aven auf Binnenstrukturen und malt die Gegenstände in kompakten Farbblöcken, etwa in seinem menschleeren Interieur „Le lit vert“ von 1922, von dem eine geheimnisvolle Stille ausgeht (Taxe 25.000 bis 35.000 SFR).
Mit Félix Vallotton war Borgeaud entfernt verwandt; beide verbindet eine ähnliche künstlerische Auffassung, auch wenn sich ihre Motivwahl zuweilen unterscheidet. „Les Alyscamps“, die „Elysischen Felder“, mit der römischen Nekropole am südöstlichen Rand der Altstadt von Arles haben seit der Antike fast eine mystische Bedeutung und inspirierten zahlreiche Künstler, so auch Vallotton, der auf seinem Gemälde „Les Alyscamps, soleil matin“ von 1920 mit dem Licht- und Schattenspiel auf der von Bäumen gesäumten Allee beinahe eine traumhafte Stimmung erzeugt (Taxe 250.000 bis 350.000 SFR). Bei seinem zweiten, diesmal italienischen Landschaftsausschnitt „L’escalier du couvent San Marco. Pérouse“ fing er in einer extrem steilen Perspektive den Aufgang zum Kloster San Marco in Perugia ein. Das Gemälde aus dem Jahr 1913 hatte bei Artcurial Beurret Bailly Widmer bisher einige Anlaufschwierigkeiten und geht mit einer abermals um 50.000 Franken reduzierten Schätzung von 200.000 bis 300.000 Franken ins Rennen.
Mannigfaltiges Kunstschaffen der Eidgenossen
Die Schweizer Kunst um 1900 war aber noch abwechslungsreicher. Da gibt es beispielsweise eine divisionistische „Mondlandschaft“ von Ettore Burzi aus dem Jahr 1908, die in ihrem symbolistischen Gehalt mit Hirtin und Schafen dem Schaffen Giovanni Segantinis folgt (Taxe 7.000 bis 9.000 SFR), oder den ländlichen Jugendstil von Ernest Biéler, der in „La belle Rose“ von 1934 eines seiner bevorzugten Modelle in dem alltäglichen Moment eines Gesprächs mit einem Gast in einem Wirtshaus von Savièse portraitiert (Taxe 200.000 bis 300.000 SFR). Walliser Sujets griff zudem François de Ribaupierre auf und zeigt in „Le métier à tisser“ eine Familie bei Aufspannen von Fäden zur Vorbereitung des Webstuhls (Taxe 40.000 bis 60.000 SFR). Gustave Buchet ist ein Vertreter des Kubismus, der die Abstraktion in seinem Aquarell „Composition puriste“ um 1925 (Taxe 5.000 bis 7.000 SFR) und in einer zweiten flächigen Formfindung in Tempera von 1921 sehr weit führt (Taxe 25.000 bis 30.000 SFR), sich in seiner „Femme couchée lisant“ von 1915 (Taxe 25.000 bis 35.000 SFR) und der hügeligen „Paysage Corse“ von 1932 noch stark am Gegenstand orientiert (Taxe 30.000 bis 40.000 SFR). Bei Augusto Giacomettis Ölgemälde „Rosen“ von 1930 ist gleichfalls kaum mehr etwas von den titelgebenden Blumen auszumachen, so weit hat der Schweizer die Auflösung der Form zugunsten der Intensität der Farbe geführt (Taxe 25.000 bis 35.000 SFR).
Ganz auf die realistische Darstellung des Gesehenen konzentrierte sich die Neue Sachlichkeit. Als deren Protagonisten weisen sich etwa Aurèle Barraud mit dem ernsten „Autoportrait en blouse de peintre“ (Taxe 6.000 bis 8.000 SFR) und vor allem Adolf Dietrich aus, der 1927 seinen Blick im Herbst von einer Anhöhe auf den heimatlichen Untersee richtete (Taxe 28.000 bis 35.000 SFR) und 1940 in einem ebenso naiven Zugriff „Drei Meisen“ auf einem Geäst am winterlichen Bodensee entdeckte (Taxe 20.000 bis 30.000 SFR). Der Expressionist Ernst Ludwig Kirchner steuert die aquarellierte, energische Zeichnung einer „Landschaft vor Frauenkirch“ um 1924 bei (Taxe 50.000 bis 70.000 SFR), der Bauhäusler Xanti Schawinsky eine aus geometrischen und architektonischen Versatzstücken komponierte „Klassische Architektur I“ von 1926 und der an Schizophrenie leidende Adolf Wölfli seine bunte Traumwelt „Allmee = See, auf dem Santta Maria = Stärn: Werantt“ von 1927 (Taxe je 20.000 bis 30.000 SFR). Zur Art Brut zählen auch die beiden bunten Zeichnungen „Calendrier du Bon Enfant“ und „Mariage duc de Kent“, die Aloïse Corbaz in den frühen 1960er Jahren mit Figuren, floralen Elementen und Ornamenten zu einer vordergründig heiteren Szene arrangierte (Taxe je 15.000 bis 20.000 SFR), und die beiden mit Tusche gezeichneten, expressiven biblischen Themen „Crucifié et tombé de la croix“ und „Eden terre“ von Louis Soutter (Taxe 3.000 bis 4.000 SFR).
Die Nachkriegsepoche prägen etwa Max Gubler mit seiner tiefblauen „Nacht“ um 1952 in nervös abstrahierenden Pinselstrichen (Taxe 5.000 bis 7.000 SFR), Alexander Zschokkes überlängte, fast mönchische Bronzefigur des Maler René Auberjonois mit Palette von 1947 (Taxe 3.000 bis 5.000 SFR) oder Willy Guggenheims, alias Varlins, ausdrucksstarkes Ölgemälde eines alten einfachen Mannes mit dem Titel „Portrait Wolz“ aus der Mitte der 1940er Jahre (Taxe 40.000 bis 60.000 SFR). Im Katalog stehen sich dann das Quadratbild „Drei horizontale Gruppen mit hellblauem Zentrum – Variation F“ des Züricher Konkreten Richard Paul Lohse von 1952/73 für 18.000 bis 25.000 Franken und Albrecht Schniders titellose Spielerei sich überlagernder geometrischer Grundformen in Grau, Weiß und Braun von 2009 für 6.000 bis 10.000 Franken gegenüber, und Martin Dislers neoexpressive Bronzeskulptur „Totem“ von 1991 in Kreuzform (Taxe 15.000 bis 20.000 SFR) trifft auf Not Vitals aus Holz, Gips und Naturfasern gebildetes Wesen, das an ein Pferd oder einen weiblichen Uterus erinnert (Taxe 20.000 bis 30.000 SFR). Schließlich macht sich noch Friedrich Dürrenmatt bemerkbar, der neben seiner Schriftstellerei auch ein leidenschaftlicher Maler und Zeichner war. Bei den fünfzehn Zeichnungen, die zwischen 1.500 Franken und 6.000 Franken verzeichnet sind, behandelt er häufig mythologische Themen, aber auch den weiblichen Akt, Tierdarstellungen und gar eine Vergewaltigung.
Über die Schweiz hinaus
Höhepunkt im Katalog „Internationale Kunst bis 1900“ ist das kleine, aber exquisit gemalte Portrait eines Prälaten von Corneille de Lyon um 1550. Wie für den französischen Renaissancemeister üblich, tritt der Dargestellte vor einem neutralen, hier grünen Farbgrund in Erscheinung und dürfte zu den Vertrauten des französischen Königs gehört haben. Darauf deutet die Existenz von mindestens vier Portraits dieser Person aus der Hand des Künstlers hin, da Corneille die Wiederholungen auf dem freien Markt veräußern konnte. Auch der zeitnah in Venedig gefertigte Ädikularahmen überzeugt, so dass die erhofften 80.000 bis 120.000 Franken nicht zu hoch angesetzt sind. Das Bildnis stammt aus der Sammlung von Vera und Lotar Neumann. Das aus Tschechien stammende Ehepaar ließ sich 1960 in der Schweiz nieder und wurde Eigentümer des Châteaus de Gingins im Kanton Waadt. Hier trug es eine Kollektion zusammen, die sich zunächst auf Alte Meister, später auf Jugendstil und Symbolismus konzentrierte.
Schon 2005 konnte das Auktionshaus Kornfeld in Bern mit dem Kollwitz-Bestand aus der Sammlung Neumann punkten. Daran wollen Artcurial Beurret Bailly Widmer nun etwa mit einer charakteristischen, nach hinten verblauenden weiten Talsenke mit Kapelle und Pferdefuhrwerk anknüpfen, für die sich um 1610/15 Josse de Momper d.J. und Jan Brueghel d.Ä. zusammengetan haben (Taxe 50.000 bis 80.000 SFR). Mit der Brueghel-Familie verbinden sich zudem noch die Darstellung eines Fischers, die Pieter Breughel d.J. aber nur zugeschrieben werden kann, oder die österliche Bibelstelle von Christi Gang nach Emmaus, die Jan Breughel d.J. und seine Werkstatt in eine flämische Landschaft samt Wasserschloss und Blumenstillleben verlegt haben (Taxe je 15.000 bis 20.000 SFR). Auch bei dem Portrait eines vornehmen bärtigen Mannes mit schwarzer Mütze und roter Nelke ist die Urheberschaft von Hans Holbein d.Ä. nicht ganz gesichert (Taxe 15.000 bis 20.000 SFR).
Eine Vorliebe hegten Vera und Lotar Neumann dann für Eugène Samuel Grasset, einem der Pioniere des Jugendstil-Plakats. Er ließ sich vor allem von Frauengestaltungen zu seinen linienbetonten Schöpfungen im fließenden Duktus anregen, von denen mehrere druckgrafische Blätter und Gouachen jeweils für wenige tauschend Franken vorliegen. Teurer wird es dann bei Alphonse Mucha und seinem ähnlich mit einer schwungvollen Frauenfigur um 1899 ausgearbeiteten Originalentwurf für das Plakat „Cycles Perfecta“. Er soll 20.000 bis 30.000 Franken einspielen. Bei den Neumanns standen dann etwa noch François-Raoul Larches bekannte Bronzelampe „Loïe Fuller“ um 1900 beim Schleiertanz (Taxe 10.000 bis 15.000 SFR) und mehrere Kreationen der bekannten Glasmanufakturen herum, darunter Emile Gallés Soufflé-Vase „aux prunes“ um 1920 (Taxe 5.000 bis 7.000 SFR) oder die Tischlampe „Spider“ aus den New Yorker Tiffany Studios um 1910 (Taxe 10.000 bis 15.000 SFR).
Vom Fressen-und-gefressen-Werden
Eröffnet wird die Auktion mit einer kleinen Druckgrafikabteilung, in der Albrecht Dürer schon allein zahlenmäßig herausragt. Von ihm gibt es unter anderem die bekannten Blätter „Maria mit der Meerkatze“ um 1498 für 15.000 bis 20.000 Franken, das gleichaltrige „Liebespaar und der Tod“ für 10.000 bis 12.000 Franken und den immer noch nicht gänzlich enträtselten Kupferstich „Das Meerwunder“ mit dem Raub der Amymone für 20.000 bis 30.000 Franken. Dazu gesellt sich noch Pieter van der Heyden, der bei seiner ebenso schwer zu deutenden Allegorie „Die großen Fische fressen die kleinen“ von 1557 auf eine Vorlage von Pieter Bruegel d.Ä. zurückgriff (Taxe 15.000 bis 25.000 SFR). Ungewöhnlich für das Baseler Auktionshaus ist ein Objekt aus dem Bereich Kunsthandwerk: Ein Elefant mit gesenktem Rüssel, der auf seinem Rücken einen Aufbau in Form eines zinnenbewehrten Turms trägt. In diesem befinden sich sechs gepanzerte Soldaten mit Hüten und Helmen, während ein größerer Krieger auf dem Nacken des Tiers reitet. Solche Kriegselefanten sind für den Nürnberger Silberschmied Christoph Ritter II aus der Zeit um 1600 dokumentiert. Allerdings weist das vorliegende Kunstkammerstück einen Augsburger Stadtstempel und eine nicht identifizierbare Meistermarke auf (Taxe 60.000 bis 80.000 SFR).
Bei der Alten Kunst machen zudem noch ein auf Goldgrund gemalter Heiliger, der sich wohl als seliger Albert von Chiatina identifizieren lässt und Sano di Pietro, dem Protagonisten der sienesischen Malerei zu Beginn der Renaissance, zugewiesen wird (Taxe 25.000 bis 35.000 SFR), das spätgotische Relief einer Verkündigung aus den südlichen Niederlanden (Taxe 10.000 bis 15.000 SFR) und ein dramatisches Vanitasstillleben mit zwei Totenschädeln, einem Beinknochen, einem Unterkiefer und einer erloschenen Kerze auf sich aufmerksam, für das der Dordrechter Maler Jacques de Claeuw verantwortlich gewesen sein soll (Taxe 6.000 bis 10.000 SFR). Bei den Neueren Meister verzeichnet der Katalog unter anderem das studienhafte Waldinnere „Environs d’Arras“ Jean-Baptiste Camille Corots um 1850/55 (Taxe 15.000 bis 20.000 SFR), Johan Barthold Jongkinds stimmungsvolles holländisches Flachland „Barques au coucher du soleil“ von 1864 (Taxe 12.000 bis 15.000 SFR) oder Emile Friants unprätentiösen, dafür umso sympathischeren Schuljungen „L’instruction obligatoire“ (Taxe 8.000 bis 12.000 SFR).
Nach Julie Wolfthorns ebenso hoch bewertetem Bildnis einer jungen blonden Dame mit der titelgebenden „Farbigen Kette“ aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und Anton Peschkas liegendem Akt mit hochgeschobenem Hemd in Schiele-Manier für 1.500 bis 2.500 Franken beschließt eine umfangreiche Gruppe von Portraitminiaturen hauptsächlich des 18. Jahrhunderts und frühen 19. Jahrhunderts die Versteigerung. Dazu gehören John Smarts fescher junger Offizier in roter Uniform von 1787 (Taxe 15.000 bis 20.000 SFR), Friedrich Heinrich Fügers ovales Konterfei eines Mitglieds der gräflichen Familie Harrach in einem theatralischen Kostüm um 1790 (Taxe 12.000 bis 16.000 SFR), Jean-Baptiste Isabeys frühromantisch empfundener junger Mann mit Federkappe vor bergigem Landschaftshintergrund um 1795 (Taxe 10.000 bis 15.000 SFR) oder Anton Richters charmante Miniatur von vier Geschwistern beim Kirschenpflücken (Taxe 4.000 bis 6.000 SFR).
Die Auktion beginnt am 11. März um 11 Uhr mit der „Internationalen Kunst bis 1900“, um 14 Uhr folgt die „Schweizer Kunst“. Eine Besichtigung der Kunstwerke ist vom 5. bis zum 8. März täglich von 10 bis 17 Uhr möglich. Sie werden auch im Internetkatalog unter www.bbw-auktionen.com gelistet. |