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Niederländische Forscher entdecken „neuen“ Rembrandt

Gilt nun eindeutig als Rembrandt-Werk: „Die Vision des Zacharias im Tempel“ von 1633

Kunstexperten des Amsterdamer Rijksmuseums haben „Die Vision des Zacharias im Tempel“ von 1633 nun eindeutig dem Maler Rembrandt van Rijn zugeschrieben. Nachdem das Ölgemälde, auf dem der Erzengel Gabriel dem Hohenpriester Zacharias die Geburt seines Sohnes verkündigt, 1960 von Rembrandts Œuvre ausgeschlossen wurde, ging es 1961 in den Besitz eines Sammlers über und verschwand somit aus der Öffentlichkeit, weswegen keine weiteren Forschungen durchgeführt werden konnten. Allerdings entdeckte der Käufer 2023 eine Signatur des niederländischen Meisters, weswegen er das Museum kontaktierte und um eine Untersuchung bat.

Mithilfe von modernster Scannertechnik und Stilanalysen verglich das Amsterdamer Forscherteam das Gemälde mit anderen Werken des Malers aus der selben Schaffensperiode, wobei es sich besonders auf die Materialien, stilistische und thematische Ähnlichkeiten mit anderen Bildern des Barockmalers, nachträgliche Verbesserungen durch Rembrandt und die übergreifende Qualität des Kunstwerks fokussierte. Nach zwei Jahren sind die Kunstexperten zu dem Entschluss gekommen, dass es sich nicht um die Arbeit der Rembrandt-Werkstatt handelt, sondern sie zweifelsfrei dem damals 27jährigen Meister zugeordnet werden kann. Laut dem Museum hätten die Scans „kompositorische Änderungen“ aufgezeigt, „welche die Echtheit der Arbeit bestätigen“. Zusätzlich haben Holzuntersuchungen am Keilrahmen das Entstehungsjahr 1633 und die Unterschrift des Künstlers verifiziert.

Aufgrund dieser Wiederzuschreibung ist der Wert der biblischen Szene, in der der ungläubige Zacharias im Mittelpunkt steht, nun drastisch gestiegen. Trotz des hohen Alters seiner Frau Elisabeth wird ihm verkündet, dass er einen Sohn haben wird, den späteren Johannes den Täufer. Die Ankunft des Engels deutet Rembrandt durch ein Licht in der oberen rechten Ecke des Bildes an und hebt damit die Konturen und das goldene Gewand des Priesters in dem dunkel gehaltenen Umfeld hervor. Das Gemälde verweilt zwar in privatem Besitz, allerdings soll es als Dauerleihgabe nun im Rijksmuseum ausgestellt werden. Taco Dibbits, der Direktor des Amsterdamer Hauses, äußerte sich erfreut zu der Entdeckung: „Es ist wunderbar, dass die Öffentlichkeit jetzt mehr über den jungen Rembrandt erfahren kann.“


05.03.2026

Quelle: Kunstmarkt.com/Lara Schauer

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