Münchens Staatsmuseen im Besucherplus  |  | Vor allem die Alte Pinakothek stand 2025 in der Gunst des Publikums | |
Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen haben eine positive Bilanz für das Jahr 2025 gezogen. Demnach haben rund eine Million Gäste die Pinakotheken und das Museum Brandhorst im Münchner Kunstareal besucht und das, obwohl die Neue Pinakothek noch bis 2030 geschlossen ist. Allen voran hätte die Alte Pinakothek mit 498.000 Besuchen eine Rekordzahl erreicht, die auch vor der Corona-Pandemie schon länger nicht mehr zustande gekommen sei. Den hervorragenden Zuspruch führt das Museum auf seine weltberühmte Sammlung mit dem einzigen Gemälde Leonardo da Vincis in Deutschland, einem der größten Rubens-Bestände weltweit, den beliebten Murillo-Kinderbildern und dem ikonischen Selbstporträt von Albrecht Dürer zurück. Sehr erfolgreich laufe derzeit die Ausstellung „Wie Bilder erzählen – Storytelling von Albrecht Altdorfer bis Peter Paul Rubens“, die aus der eigenen Sammlung heraus entwickelt wurde und in den vergangenen sieben Monaten über 99.000 Besucherinnen und Besucher anlockte.
„Im Jahr 2025 galt es auf aktuelle und vielfältige Herausforderungen zu reagieren“, resümierte Anton Biebl, Leiter der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, und bezog sich damit vor allem auf die Debatten über NS-Raubkunst und den Vorwurf der schleppenden Restitutionspraxis in den Staatsgemäldesammlungen, der im vergangenen Jahr zur Entlassung des damaligen Generaldirektors Bernhard Maaz führte. „Die Besucherzahlen und damit die anhaltende, auch internationale Attraktivität sind eine großartige Bestätigung für unsere Ausstellungen und Programme. Das besondere Engagement aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hat sich gelohnt“, so Biebl weiter und gab zudem die übrigen Zahlen bekannt: Die Pinakothek der Moderne weise mit 307.500 Besuchen ein stabiles Publikumsinteresse auf, das Museum Brandhorst verzeichnete mit knapp 159.000 Gästen die zweithöchste Besuchszahl seit der Corona-Pandemie, und die Sammlung Schack in der Prinzregentenstraße kann auf rund 13.500 Besucherinnen und Besucher zurückblicken. |