Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 25.03.2026 Auktion 420: März-Auktion - Alte Kunst, Moderne, Contemporary Art, Schmuck

© Neumeister Münchener Kunstauktionshaus

Anzeige

Das flanierende Paar / Max Stern

Das flanierende Paar / Max Stern
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel

Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Peter Stämpfli gestorben

Peter Stämpfli mit seiner Arbeit „Town and Country“ von 1969

Der Künstler Peter Stämpfli ist tot. Wie sein Pariser Galerist Georges-Philippe Vallois mitteilte, starb der gebürtige Schweizer am vergangenen Freitag im Alter von 88 Jahren. Der Maler, Grafiker, Bildhauer und Filmemacher zählt zu den wichtigsten Protagonisten der Pop Art in der Schweiz und vertrat sein Heimatland auf internationalen Ausstellungen. Stämpfli, geboren am 3. Juli 1937 in Deisswil bei Münchenbuchsee im Kanton Bern, besuchte von 1954 bis 1956 die Kunstgewerbeschule Biel, anschließend bis 1958 die Malschule von Max von Mühlenen in Bern. In jenem Jahr lernte er in der Berner Kunsthalle die jungen Abstrakten Expressionisten aus dem USA kennen, schloss sich deren Malweise an und schuf Gemälde, die sich von Arbeiten Jackson Pollocks kaum unterschieden. 1959 zog er dann nach Paris und richtete sich im berühmten Bateau-Lavoir auf dem Montmartre ein Atelier ein.

Doch die Auseinandersetzung mit der abstrakt-gestischen Kunst befriedigte Stämpfli nicht; er suchte nach neuen Ausdrucksweisen, die er in den Reklamewänden der Pariser Metrostationen und der neuen plakativen, objektbezogenen Kunst aus den USA fand. Er malte in einer flächigen und simplifizierten Art Zigarettenschachteln, Flaschenhälse, ein Glas Bier mit zwei Händen, Schuhe an Frauenfüßen oder eine einzelne gelbe Rose und immer wieder Autos. Auf der Biennale de Paris von 1963, an der Peter Stämpfli die Schweiz vertrat, zeigte er zum ersten Mal diese Bilder einer größeren Öffentlichkeit und präsentierte sich damit als Sachverwalter der Pop Art. Über das Auto als Inbegriff der amerikanisch geprägten Konsumkultur kam er Mitte der 1960er Jahre zu seinem Hauptmotiv, dem Autoreifen und seinem Abdruck, das er über Jahrzehnte bis in die Abstraktion verfolgte. So vergrößerte er den Ausschnitt der Reifenprofile derart, dass nur noch geometrische Winkelformationen in kräftigen Farben oder in Monochromie übrigblieben.

Diese Strukturen von Zickzacklinien oder typischen Reifenprofilen übertrug Stämpfli zudem im extremen Ausschnitt auch auf die Gattung Skulptur, auf Flaggen, auf monumentale Wandmalereien im öffentlichen Raum oder auf Glasfenster für sakrale Umgebungen. Da der Autoreifen für ihn nur zum Vorwand für seine Form- und Raumgestaltung wurde, wird sein Schaffen auch in Verbindung mit der Minimal Art und der Konzeptkunst gebracht. Mit seiner Kunst war Stämpfli ab Mitte der 1960er Jahre auf vielen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland zugegen, etwa 1972 im Palais des Beaux-Arts in Brüssel, 1980 im Centre Pompidou in Paris, 1982 im Aargauer Kunsthaus, 2002 im Jeu de Paume in Paris oder 2014 in der Fondation Maeght. 1967 repräsentierte Stämpfli zusammen mit Andreas Christen die Schweiz auf der Biennale von São Paulo und bespielte 1970 zusammen mit Walter Vögeli den Schweizer Pavillon auf der Biennale von Venedig. 2010 gründete er im spanischen Sitges – 1961 hatte er die Spanierin Anna-Maria Torellò geheiratet – die „Fundació Stämpfli – Art Contemporani“ mit seinen Arbeiten und denen befreundeter Künstler wie Eduardo Arroyo, Pol Bury, Rafael Canogar, Erró, Konrad Klapheck, Jacques Monory, Niele Toroni oder Jan Voss, die seither zahlreiche Ausstellungen organisiert hat und nun sein Andenken pflegt.


Infos: www.fundacio-stampfli.org


23.02.2026

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Gesamt Treffer 11

Seiten: 1  •  2

Kunstsparten (4)Stilrichtungen (5)Variabilder (1)Künstler (1)

Kunstsparte:


Malerei

Kunstsparte:


Skulptur

Kunstsparte:


Grafik

Kunstsparte:


Zeichnung

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Stilrichtung:


Abstrakte Kunst

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Stilrichtung:


Pop Art

Stilrichtung:


Minimalismus








News vom 13.03.2026

Pritzker Prize für Smiljan Radic Clarke

Pritzker Prize für Smiljan Radic Clarke

Constantin von Mitschke-Collande in Nürnberg

Constantin von Mitschke-Collande in Nürnberg

Vergangene Apokalypse von Davide Allieri im Kunstraum Dornbirn

Vergangene Apokalypse von Davide Allieri im Kunstraum Dornbirn

News vom 12.03.2026

EU will Biennale wegen Russland Mittel streichen

EU will Biennale wegen Russland Mittel streichen

Hasselblad-Preis für Zanele Muholi

Hasselblad-Preis für Zanele Muholi

Wolfgang Hollegha in Wiesbaden

Wolfgang Hollegha in Wiesbaden

Italien erwirbt Caravaggio-Portrait

Italien erwirbt Caravaggio-Portrait

News vom 11.03.2026

Dresden untersucht den Plattenbau in Ost- und Westdeutschland

Dresden untersucht den Plattenbau in Ost- und Westdeutschland

Karlsruhe erwirbt Rodin-Aquarell

Karlsruhe erwirbt Rodin-Aquarell

Edgar Calel in Bern

Edgar Calel in Bern

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Kunsthaus Lempertz - Ingeborg Gabriel, Ohne Titel, 1990

Ingeborg Gabriel bei Lempertz Brüssel
Kunsthaus Lempertz

Kunsthaus Lempertz - Lempertz Berlin

20 Jahre Berlin Auktion
Kunsthaus Lempertz





Copyright © '99-'2026
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce