Neue Kunstmesse zu den Salzburger Osterfestspielen  |  | So will die SIFAF ihre Gäste empfangen | |
Nachdem der Messeveranstalter M.A.C. Hoffmann überraschend seine angestammten Räumlichkeiten in der Salzburger Residenz aufgrund des Denkmalschutzes nicht mehr bespielen kann und daraufhin die traditionsreiche, über 50 Jahre alte „Art & Antique Salzburg“ abgesagt hat, ist Ersatz gefunden. Der Messemacher Wolfgang Pelz ist auf Anregung einer Kunsthändlergruppe um die Wiener Galeristin Sylvia Kovacek in die Presche gesprungen, hat kurzerhand ein altes Salzburger Bürgerhaus als Ort für die neue „Salzburg International Fine Art Fair“ (SIFAF) aufgetan und will dort vom 27. März bis zum 6. April eine feine Boutiquemesse aus der Taufe heben. Im Haus Koller am Waagplatz mit erster urkundlicher Erwähnung im Jahr 1181 sollen sich rund zwanzig Aussteller aus Österreich, Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden versammeln.
Dafür muss Pelz die Salons und Zimmer mit insgesamt rund 1.000 Quadratmetern auf den fünf Stockwerken des denkmalgeschützten Hauses umgestalten, Messewände einziehen, an denen die Kunst hängen kann, und für die rechte Beleuchtung sorgen. Somit wollen er und die Kunsthändler das betuchte Publikum der Salzburger Osterfestspiele ansprechen und einen Ort kreieren, „an dem sich Sammelleidenschaft, historische Aura und kuratorische Exzellenz zu einem außergewöhnlichen Gesamterlebnis verdichten“. Das Haus am Waagplatz kommt der Händlerschaft entgegen. Denn viele von ihnen wollten die Alternative von M.A.C. Hoffmann nicht akzeptieren und in das architektonisch unattraktive Salzburger Kongresshaus umziehen. Wer an der SIFAF in dem neuen Messequartier, in dem das Restaurant Koller & Koller im Erdgeschoss residiert und für die Gaumenfreuden während der Messe sorgen soll, teilnehmen wird, ist noch nicht bekannt. Wolfgang Pelz hat sich jedenfalls ausbedungen, sich nicht um die Anwerbung der Kunsthändler kümmern zu müssen. |