Carole Haensler ist designierte Direktorin in Winterthur  |  | Carole Haensler wird das Kunstmuseum Winterthur leiten | |
Carole Haensler wird im Jahr 2027 die neue Direktorin des Kunstmuseums Winterthur und damit Nachfolgerin von Konrad Bitterli, der die Institution seit zehn Jahren leitet und Ende 2026 in den Ruhestand tritt. Die Kunsthistorikerin Haensler wurde dem Vorstand des Kunstvereins Winterthur, der das Museum trägt, von einer sechsköpfigen Findungskommission als geeignete Führungsperson empfohlen. Laut Tobias Guldimann, Präsident des Kunstvereins, hat Haensler „mit ihrer Vision überzeugt, die Sichtbarkeit des Museums als kulturellen Anziehungspunkt national und international auszubauen und die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen zu verstärken“.
Carole Haensler wurde 1974 in Lausanne geboren und absolvierte ihren Master in Kunstgeschichte und Archäologie an der Universität Neuchâtel. Sie arbeitete bereits für verschiedene private und öffentliche Sammlungen in der Schweiz, darunter die Fondation Thyssen-Bornemisza in Lugano, damit verbunden für Thyssen-Bornemisza Art Contemporary in Wien, das Zentrum Paul Klee in Bern und das Centre d’Art Contemporain in Genf. Momentan ist sie als Direktorin des Museo Villa dei Cedri in Bellinzona tätig, wo sie ab 2013 zunächst als Konservatorin arbeitete und die neue städtische Verwaltungsstruktur „Ente autonomo di diritto pubblico Bellinzona Musei“ mitaufbaute. Außerdem ist sie seit 2022 Präsidentin des Verbands der Museen der Schweiz. Inhaltlich hat sie sich hauptsächlich auf die Epochen vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart spezialisiert, insbesondere auf die französische Kunst und Literatur der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sowie auf die französische und deutsche Kunst der Zeit von 1900 bis 1950. |