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Tina Blau in Kaiserslautern

Tina Blau, Apriltag im Prater, 1889

In ihrer Heimat Österreich ist Tina Blau eine feste Größe, wenn es um die Kunst im ausgehenden 19. Jahrhundert geht. Nun macht das Museum Pfalzgalerie in Kaiserslautern auf die Landschaftsmalerin aufmerksam, die zu den beutenden Vertreterinnen der jungen Freilichtmalerei gehörte, und will sie auch in Deutschland bekannter machen. Für die Überblicksschau hat Kuratorin Annette Reich rund 60 Werke der 1845 geborenen Wiener aus internationalen Museen und Privatsammlungen ausgewählt und zeichnet mit ihnen den künstlerischen Werdegang Tina Blaus zwischen 1861 und ihrem Todesjahr 1916 nach. Dabei kommen nicht nur Motive aus Österreich zu Wort, sondern auch Orte von Blaus Studienreisen, die sie unter anderem nach Italien, Frankreich, Holland oder Ungarn führten. So sah Tina Blau 1874 einige Müßiggänger „An der Donau bei Szob“ oder hielt um 1905/08 einen wolkenverhangenen Tag an einer „Gracht in Dordrecht“ fest. Landschaften der Fotografin Simone Nieweg und eine interaktive Arbeit des Medienkünstlerduos Christa Sommerer und Laurent Mignonneau, die Landschaft als kulturell, technologisch und ökologisch geprägten Raum neu verhandeln, ergänzen die historische Position.

Da Frauen im 19. Jahrhundert noch keine Kunstakademie besuchen durften, nahm Tina Blau privaten Malunterricht. Schon 1860 ging sie zu dem Landschaftsmaler August Schaeffer, der sie bereits zum Malen in der freien Natur motivierte. Später wechselte sie in die private Malschule von Wilhelm Lindenschmit d.J. nach München und besuchte hier die I. Internationale Kunstausstellung im Glaspalast, bei der sie vor allem die Kunst der Schule von Barbizon beeindruckte. In ihren eigenen Werken, die zwischen Realismus und Impressionismus stehen und zum sogenannten „Stimmungsimpressionismus“ gerechnet werden, fing Blau naturgetreu und meisterhaft das Licht ein, wie es etwa im „Apriltag im Prater“ von 1889 durch Wolkenschichten bricht und Schatten unter Bäumen wirft. Gerade mit ihrer konsequent verfolgten Freilichtmalerei und ihrem sensiblen Umgang mit Licht und Atmosphäre prägte sie den Aufbruch in die Moderne entscheidend mit. Schon zu ihren Lebzeiten nahm Tina Blau an wichtigen Ausstellungen teil, sogar in Paris oder Chicago, und fand wie wenige Malerinnen Käufer für ihre Bilder. Zudem beleuchtet Annette Reich in der Schau ihre Lehrtätigkeiten an neu gegründeten Kunstschulen für Mädchen und junge Frauen in München und Wien und stellt Blau als eine durchsetzungsfähige Frau vor, die ihre Position als großartige Landschaftsmalerin in einem männerdominierten Kunstbetrieb zu behaupten wusste.

Die Ausstellung „Tina Blau. Im Freien“ ist bis zum 25. Mai zu sehen. Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr, donnerstags von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 8 Euro, für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre sowie Studenten ist er frei.

Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern
Museumsplatz 1
D-67657 Kaiserslautern
Telefon: +49 (0)631 – 36 47 201


02.02.2026

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Veranstaltung vom:


31.01.2026, Tina Blau. Im Freien

Bei:


Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern

Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Realismus

Stilrichtung:


Impressionismus

Stilrichtung:


Neuere Meister

Variabilder:

Tina Blau, Apriltag im Prater, 1889
Tina Blau, Apriltag im Prater, 1889

Variabilder:

Tina Blau, Gracht in Dordrecht, um 1905/08
Tina Blau, Gracht in Dordrecht, um 1905/08

Variabilder:

Tina Blau, An der Donau bei Szob, 1874
Tina Blau, An der Donau bei Szob, 1874








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