Mariia Ustiuhova in Wien ausgezeichnet  |  | Rektorin Ulrike Kuch, Preisträgerin Mariia Ustiuhova und Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler | |
Mariia Ustiuhova hat den Vanessa Preger-McGillivray-Preis der Universität für angewandte Kunst Wien und der Stadt Wien erhalten. Im Rahmen der akademischen Abschlussfeier wurde der 2001 in Kiew geborenen Künstlerin am vergangenen Freitag die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihr Diplomprojekt „Di Sonetti“ überreicht. In der von Jan Svenungsson betreuten Mixed-Media-Installation geht Ustiuhova, die seit 2019 an der Universität für angewandte Kunst in der Abteilung für Zeichnung und Druckgrafik studiert hat, synästhetischen Eindrücken als zeitüberwindenden Mechanismen nach. Die Jury lobte die Arbeit als „eine traumhafte Feier des Lebens, die in einem immersiven poetischen Raum sinnlicher Erfahrungen umgesetzt wurde und durch widersprüchliche Materialitäten zum Ausdruck kommt. Im Begleittext vermischen sich präzise Kindheitserinnerungen mit aktuellen Erfahrungen, um zu zeigen, dass synästhetische Erlebnisse Teil der Realität des Lebens sind.“
Seit 2021 verleihen die Universität für angewandte Kunst und die Stadt Wien den Vanessa Preger-McGillivray-Preis für eine Abschlussarbeit aus der Studienrichtung Bildende Kunst. Benannt wurde die Auszeichnung nach der Studentin, die am 2. November 2020 bei dem Attentat eines Sympathisanten des „Islamischen Staats“ in der Wiener Innenstadt ermordet wurde. Der Preis eröffne Zukunftschancen und sei zugleich eine Mahnung gegen Terror und Gewalt, betonte Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler. „Er stellt der Verzweiflung die Kraft der Kunst entgegen und trägt die Erinnerung weiter.“ |