Sanierung der Kunsthalle Düsseldorf verzögert sich  |  | Die Sanierung der Kunsthalle Düsseldorf verschiebt sich um drei Jahre | |
Die Modernisierung der denkmalgeschützten Kunsthalle Düsseldorf, die heuer im Frühjahr beginnen sollte, wird auf das Jahr 2029 verschoben. Das teilte die Stadt Düsseldorf mit. Man arbeite derzeit an einem umfassenden Gesamtmaßnahmenpaket, in das die Sanierung der Kunsthalle integriert werden solle. Hintergrund seien wachsende Bedarfe an dem denkmalgeschützten Gebäude selbst, an der darunter liegenden Tiefgarage sowie an der benachbarten Tiefgarage unter dem Grabbeplatz. „Darüber hinaus stehen die Umgestaltung des Grabbeplatzes und die Neugestaltung der Mühlenstraße in einem engen funktionalen und baulichen Zusammenhang mit der Kunsthalle. Ziel ist es, die einzelnen Vorhaben zeitlich, technisch und wirtschaftlich aufeinander abzustimmen und Synergien zu nutzen“, so die Planer der Landeshauptstadt.
Die 1967 im Baustil des Brutalismus errichtete Kunsthalle Düsseldorf, in der neben der städtischen Ausstellungshalle auch der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, die Kabarettbühne „Kom(m)ödchen“ und die Bar „Salon des Amateurs“ residieren, soll unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes umfassend energetisch saniert und technisch zukunftssicher modernisiert werden. Denn viele Bauelemente stammen noch aus den 1960er Jahren, zahlreiche notwendige technische Anlagen sind veraltet und teilweise irreparabel. So legte der Ausfall der Notbeleuchtung die Kunsthalle im November 2025 lahm. Das Gebäude samt Tiefgarage war davon betroffen und musste geschlossen werden.
Vorgesehen sind bei der anstehenden Sanierung daher Maßnahmen zur Verbesserung der Gebäudehülle, zur Erneuerung der technischen Ausrüstung sowie zur Anpassung an heutige Standards der Klima-, Brand- und Sicherheitstechnik. Zudem soll die Barrierefreiheit vollständig hergestellt werden, um den Zugang und die Nutzung für alle Besucherinnen und Besucher zu verbessern. Dafür waren bisher 30 Millionen Euro und eine Bauzeit von drei Jahren veranschlagt. Der neue Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss soll dem Düsseldorfer Stadtrat voraussichtlich 2027 zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Bis zum Beginn der Sanierungsarbeiten können alle Nutzer ihren Betrieb am Grabbeplatz fortführen. Die Kunsthalle und der Kunstverein arbeiten bereits an einer Umstrukturierung ihrer ab März 2026 geplanten Interimsprogramme. |