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Galeristin Marian Goodman gestorben

Thomas Struth, Marian Goodman, 2007

Marian Goodman ist tot. Nach Angaben ihrer Galerie sei sie am letzten Donnerstag friedlich im Alter von 97 Jahren eines natürlichen Todes in Los Angeles gestorben. Die international einflussreiche Galeristin, die europäische Künstler wie Joseph Beuys, Gerhard Richter oder Marcel Broodthaers früh in den USA bekannt machte, gründete ihre Kunsthandlung Ende der 1970er Jahre in New York, später unterhielt sie noch Dependancen in Paris und London. Bereits 1965 hatte Goodman den Verlag Multiples Inc. ins Leben gerufen, der vorwiegend zeitgenössische Kunst einer breiten Öffentlichkeit mit Künstlereditionen, Druckgrafiken und Publikationen näherbrachte. In ihrer mehr als 60 Jahre umfassende Karriere setzte sie sich vor allem für Künstlerinnen und Künstler ein, die nicht aus den USA stammen. So vertritt ihre Galerie unter anderem Steve McQueen, Thomas Schütte, Lothar Baumgarten, Tony Cragg, Richard Deacon, Giovanni Anselmo, Gabriel Orozco, Maurizio Cattelan, Rineke Dijkstra oder William Kentridge.

Die 1928 in New geborene Marian Ruth Geller, die später ihren ersten Ex-Mann William Goodman heiratete, stellte in ihrer Galerie subtile, konzeptionell und sozialgesellschaftlich geprägte Kunst aus und nahm einige der bekanntesten zeitgenössischen Künstler*innen unter ihre Fittiche, darunter Nan Goldin, Pierre Huyghe, Julie Mehretu und Nairy Baghramian. In der Zeitschrift New Yorker wurde sie 2004 unter anderem als „eine der mächtigsten und einflussreichsten Kunsthändlerinnen des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet. Ihr Credo fasste sie einmal in die Worte: „Unter den Künstler*innen, deren Werke ich schätze, habe ich Eigenschaften gefunden, die ich aus meiner eigenen Erfahrung kenne: ein humanistisches Interesse, ein kulturkritischer Blick auf unsere Lebensweise, eine dialektische Herangehensweise an die Realität und eine künstlerische Vision des gesellschaftlichen Lebens.“

Marian Goodman wurde durch ihren Vater, der gerne unkonventionelle Kunst sammelte, früh an die Kunstwelt herangeführt. Nach ihrem Bachelor-Abschluss in Geschichte absolvierte sie ein Studium der Kunstgeschichte an der Columbia University in New York. 1965 war Goodman Mitgründerin des bald erfolgreichen Verlagshauses Multiples Inc. Als sie sich 1968 von ihrem ersten Ehemann scheiden ließ, startete sie ihre Karriere in der Galerieszene, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. 1977 eröffnete sie ihre ersten Räume in New York mit einer Ausstellung der Skulpturen und Textarbeiten von Marcel Broodthaers. Seine Kunstwerke hatte sie erstmals 1968 auf der Documenta in Kassel entdeckt. Hierauf folgten weitere Künstler aus Europa, deren Schaffen sie in den USA einem breiten Publikum eröffnete. In einem Interview mit dem britischen „Guardian“ berichtete Goodman über ihre schwierige Zeit als Galeristin in einer von Männern dominierten Geschäftswelt der 1970er und 1980er Jahre. Seither widmete sie sich auch der Unterstützung von Künstlerinnen wie Tacita Dean, Annette Messager, Delcy Morelos und der im Mai 2025 verstorbenen Dara Birnbaum.

1995 öffnete sie eine Galerie in Paris, 2014 folgte eine Niederlassung in London, die sie 2020 wieder schloss. Als in den letzten zehn Jahren ihre Gesundheit nachließ, erlebte ihre Galerie eine bewegte Zeit. So wechselte etwa Gerhard Richter nach dreißig gemeinsamen Jahren zur Galerie David Zwirner, Nan Goldin zu Gagosian. Die Marian Goodman Gallery ließ sich nicht beirren und nahm weiterhin Künstler*innen auf, darunter Alvaro Urbano, Edith Dekyndt, Tavares Strachan und Andrea Fraser. 2023 eröffnete sie zudem eine Niederlassung in Los Angeles. 2021 zog sich Goodman aus dem Tagesgeschäft zurück und überließ die Verantwortung ihren Partner*innen Philipp Kaiser, Emily-Jane Kirwan, Rose Lord, Leslie Nolen und Junette Teng, die die Galerie nun weiterführen werden.


27.01.2026

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Thomas Struth, Marian Goodman, 2007
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