Weitere Kunstmesse in Wien fällt  |  | Auf der Spark Art Fair Vienna 2025 | |
Das mit den Kunstmessen klappt in Österreich nicht so recht. Erst am vergangenen Wochenende hat die Viennacontemporary ihre Veranstaltung für dieses Jahr wegen finanzieller Probleme abgesagt und will sich komplett neu aufstellen, nun streicht auch ihre Konkurrenz, die Spark Art Fair Vienna, die Segel. Wie das Messeteam um die künstlerischen Leiter Walter Seidl und Jan Gustav Fiedler sowie dem Managing Director Niclas Schmiedmaier heute angekündigt hat, soll die Spark in diesem Jahr pausieren. Damit hat Wien keine überregional wichtige Messe für zeitgenössische Kunst mehr.
Man wolle eine strategische Pause einlegen, so Schmiedmaier, und mit ganzer Kraft an der Ausgabe 2027 arbeiten – weiterentwickelt, zeitgemäß und noch stärker. In den kommenden Wochen sollen dazu Gespräche mit Vertretern aus Politik, Aussteller*innen, Künstler*innen, Sammler*innen, Institutionen, Wirtschaft und sämtlichen Stakeholdern stattfinden. Das Ziel sei es, den Kunst- und Kunstmessen Standort Wien neu zu denken: „Gemeinsam, innovativ, international relevant und erfolgreich. Wir wollen alle dazu einladen, ernsthaft und konstruktiv an neuen und erfolgreichen Formaten für den Standort Wien mitzuarbeiten. Nur gemeinsam werden wir unter den herrschenden Rahmenbedingungen starke Plattformen für Künstler*innen und Galerien schaffen können und Wien als Standort stärken“, so das Organisationsteam.
Die Spark Art Fair Vienna, zunächst geleitet von Renger van den Heuvel, dem ehemaligen Geschäftsführer der Viennacontemporary, fand erstmals 2021 statt und bezog den alten Standort ihrem Mitbewerberin in der Marx Halle. Mit ihrem Konzept der Einzelpräsentation eines künstlerischen Schaffens für alle Aussteller auf etwa gleicher Standgröße zu günstigen Preisen konnte sie schnell an Boden gewinnen. Aufgrund von Interessenskonflikten innerhalb der Wiener Kunstszene wurde die Spark Art Fair bereits 2023 einmal abgeblasen. Die aktuelle Absage für die Mitte März geplante Ausgabe kam jetzt recht kurzfristig.
Insgesamt hat die österreichische Messekrankheit bereits vier Veranstaltungen für dieses Jahr hinweggerafft. Bereits im vergangenen Sommer kündigte die Kunst- und Designmesse Stage Bregenz, für die inzwischen Renger van den Heuvel verantwortlich ist, an, sich für 2026 eine Auszeit zu nehmen. In der vergangenen Woche folgten dann die Viennacontemporary und die Art & Antique Salzburg, die ihre angestammten Räume in der Salzburger Residenz aufgrund des Denkmalschutzes nicht mehr beziehen kann. |