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In Österreichs Kunstmesseszene brodelt es

Die Viennacontemporary wird es in der bisherigen Form nicht mehr geben

Zwei etablierte österreichische Kunstmessen stehen vor dem Aus: Die Viennacontemporary und die Art & Antique in Salzburg. Wie übereinstimmend mehrere österreichische Medien berichten, ist die Wiens führende internationale Messe für zeitgenössische Kunst für dieses Jahr abgesagt. Sie sollte Mitte September wieder in der Messe Wien stattfinden. Die Betreibergesellschaft VC Artfairs GmbH, die hinter der Viennacontemporary steht, hat aber finanzielle Probleme. So soll der Verlust inzwischen bei gut drei Millionen Euro liegen. Zudem haben sich Mietrückstände bei der Messe Wien GmbH, dem Veranstaltungsort der Viennacontemporary, angehäuft. Sie belaufen sich auf 470.000 Euro aus den Jahren 2024 und 2025, die trotz mehrerer Mahnungen bisher beglichen worden seien. Im Dezember hat die Messe Wien deswegen den Klageweg beschritten.

Die Viennacontemporary werde in der bisherigen Form als internationale Kunstmesse nicht weitergeführt, bestätigte Geschäftsführer Markus Huber der österreichischen Tageszeitung Kurier. „Inzwischen mussten wir jedoch zur Kenntnis nehmen, dass dieses Vorhaben unter den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht umsetzbar ist. Sowohl die Situation der öffentlichen Budgets als auch die damit eng verbundenen Sponsorenpotenziale lassen eine Durchführung derzeit nicht zu, und dies trotz der zuletzt national wie international anerkannten, sehr erfolgreichen Editionen der Viennacontemporary“, so Huber weiter. Nötig sei jetzt ein radikales Überdenken der zukünftigen Ausrichtung und Realisierung des Formats. Konkrete Maßnahmen nannte Huber aber nicht. Da allen Mitarbeitern nach der vergangenen Ausgabe im Herbst 2025 gekündigt worden war, soll es mittlerweile auch zu vielen personellen Abgängen gekommen sein. Das auf der Webseite der Viennacontemporary gelistete „Team“ besteht nur noch aus Markus Huber.

Schlechte Nachrichten gibt es zudem von der Kunst- und Antiquitätenmesse Art & Antique Salzburg, die seit über 50 Jahren im Frühjahr während der Osterfestspiele in der dortigen Residenz stattfand. Wie der Messeveranstalter M.A.C. Hoffmann heute mitteilte, wurde eine Nutzung der Prunkräume in der Alten Residenz unerwartet nicht mehr genehmigt. Als Grund führte das zuständige Domquartier den Denkmalschutz an. Laut Geschäftsführerin Alexandra Graski-Hoffmann seien alternative Standorte in Salzburg geprüft worden. „Keine dieser Optionen konnte jedoch das Qualitätsprofil der Messe inhaltlich und wirtschaftlich in angemessener Weise abbilden“, so Graski-Hoffmann. Daher habe man sich entschlossen, die Messe in der Karwoche 2026 abzusagen. Ob es künftig eine Form der Art & Antique Salzburg zu den Sommerfestspielen geben wird, ist derzeit noch offen. Eine entsprechende Anfrage im Domquartier wurde aufgrund geplanter Baustelleneinrichtungen abgelehnt. Dennoch bleibe es das Ziel, die Art & Antique für Salzburg zu sichern, Graski-Hoffmann. Auch die Stage Bregenz, eine 2024 erstmals abgehaltene Messe für zeitgenössische Kunst und Design, wurde für dieses Jahr bereits abgesagt und soll erst wieder 2027 an den Start gehen.


16.01.2026

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Auf der Viennacontemporary 2025
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