Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Anzeige

Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel

Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Landschaft an der Nidda, 1898 / Hans Thoma

Landschaft an der Nidda, 1898 / Hans Thoma
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Der Münchner Versteigerer Ketterer feiert seine 600. Auktion mit einem Feuerwerk an hochkarätiger Kunst. Mit dabei sind die Expressionisten, Veristen, die ungegenständliche Kunst nach 1950, die Pop Art und eine lange verborgene Berliner Sammlung

Können knallbunte Farben einen Rausch auslösen?



Hermann Max Pechstein,  Inder und Frauenakt, 1910

Hermann Max Pechstein, Inder und Frauenakt, 1910

Farbvorlieben sind eine recht subjektive Angelegenheit. Der gekonnte Einsatz von Farbe kann Stimmungen heben oder senken kann. Ein Juwel farblicher Ausdruckskraft ist Hermann Max Pechsteins beidseitig mit einem „Inder und Frauenakt“ und einem Früchtestillleben bemalte Leinwand. In einem gesteigerten Kolorit aus Orange-, Gelb-, Rot- und Grüntönen, für das auf dem rückseitigen Stillleben noch tiefes Blau hinzutritt, entwickelte der Expressionist 1910 dieses museale Aktbild. Der sinnlich gelagerte Frauenakt, der ein wenig aus der Perspektive zu kippen scheint, lässt sich als seinen Geliebte Lotte Kaprolat identifizieren, die Pechstein im März 1911 ehelichte. Ihr nackter männlicher Begleiter sitzt leicht angeschnitten und entspannt in der linken Bildseite und gibt in seiner unverkrampften Haltung ein Sinnbild für die Befreiung von den Zwängen einer tradierten Hochkultur. Pechstein malte 1910 mehrere „Inder-Bilder“, die mit Ausnahme dieser Arbeit alle in Museen hängen. Nun kommt diese Spitzenleistung des Expressionismus aus einer süddeutschen Sammlung bei Ketterer wieder auf den Markt. Die Schätzung von 2 bis 3 Millionen Euro ist nicht allzu ambitioniert; der Münchner Versteigerer orientiert sich dabei am letzten Auftritt des Gemäldes im eigenen Haus, als es im Dezember 2011 den Pechstein-Rekord von 2,9 Millionen Euro netto einbrachte.


Den Rausch der Farben feiert Ketterer bei seiner 600. Auktion am 5. Dezember mit weiteren wichtigen Werken der Brücke- und Blaue Reiter-Künstler und ihres Umfelds, etwa den sommerlichen „Hütten“, die Hermann Max Pechstein 1909 in Nidden, seinem „Malerparadies“ an der Kurischen Nehrung“, entdeckte (Taxe 350.000 bis 450.000 EUR) oder der in bunte Farbstriche zergliederten, rauschhaft freundlichen Parklandschaft „Frühlingstag auf Jeløya“ von Edvard Munch aus dem Jahr 1915, die auf seine Auseinandersetzung mit der Brücke-Bewegung verweist (Taxe 700.000 bis 900.000 EUR). Sanft, geradezu lyrisch weich präsentiert sich das Frühwerk „Verschneiter Wald“ von Franz Marc aus dem Jahr 1909. Das seltene Sujet des Malers in einem postimpressionistischen Duktus mit schlanken lindgrünen Baumstämmen lässt bereits seine expressiven Tendenzen vorausahnen (Taxe 120.000 bis 180.000 EUR). Marc wurde in München zu einem der Freunde von Heinrich Campendonk, der ebenfalls Mitglied des „Blauen Reiters“ war. Anders als Marc überlebte Campendonk den Ersten Weltkrieg. Noch im Kriegsjahr 1915 malte er das farbintensive Werk „Im Garten – Frau, Pferd, Ziege“, eine Liebeserklärung an seine junge Frau Adda vor abstrahierten Bäumen und Tieren (Taxe 600.000 bis 800.000 EUR).

Der Ausdruck als Thema

Die Expressionistin Paula Modersohn-Becker tritt mit zwei Bildnissen in gedämpfter Farbigkeit an, einmal mit dem schummrig wirkenden „Brustbild eines Mädchens in der Dämmerung“ von 1901 (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR), zum anderen mit dem drei Jahre später entstandenen Gemälde „Zwei sitzende Kinder im Wald“, das aufgrund der dunklen Tonalität samt der schwarzen Kleidung der Kinder an eine Nachtszene denken lässt (Taxe 200.000 bis 300.000 EUR). Wieder kräftigere Nuancen und Kontraste schlug Lyonel Feininger 1933 bei seiner Leinwand „Marina nach Holzschnitt“ ein. Der sonnengelbe Himmel mit roten Kristalllichtern und schwarzen Zweimastern kommt aus dem Nachlass von Feiningers Sohn Theodore Lux Feininger und betritt erstmals den internationalen Auktionsmarkt. Die eckigen schwarzen Wellen lockert ein kleines buntes Segelboot in den Primärfarben mit einzelnem Segler auf. Feiningers Auseinandersetzung mit der harten Linie des Holzschnitts und der klaren Farbabgrenzung ist deutlich zu erkennen (Taxe 250.000 bis 350.000 EUR).

Aus der reifen Phase der Berliner Brücke-Zeit stammt Ernst Ludwig Kirchners Fehmarn-Landschaft „Leuchtturm hinter Bucht“, gefertigt 1912 an der der Ostsee. Das seit 65 Jahren in einer US-amerikanischen Privatsammlung verbliebene Werk mit grau-blauen Steinen inmitten eines goldgelben Ufers, das zum hellblauen Wasser führt, fokussiert den Blick hinter den begrünten Inselklippen auf den rosafarbenen Leuchtturm (Taxe 600.000 bis 800.000 EUR). Lange blauviolette Schatten der immergrünen Tannen des Schweizer Sertigtals ziehen sich über Kirchners grüne Alpenlandschaft in einem seiner letzten Gemälde. Der „Sertigweg“ entstand 1937, im Jahr bevor Kirchner den Freitod wählte. Dennoch zeugt dieses Bild von freundlicher Hoffnung und Bejahung der Moderne. Dafür stehen die ausdrucksstarken Farben und Formen des apricotfarbenen Pfads, des jadegrünen Bachs, des geschwungenen Walds mit seinen Schatten, der sattgrünen Matten und den fliederfarbenen Berghänge der Alpen vor meerblauen Himmel samt freundlich grünen Wolken. Ketterer und der süddeutsche Einlieferer geben sich mit einer Schätzung von 500.000 bis 700.000 Euro moderat; kostete das Gemälde ihn doch im Juni 2021 bei ebendiesem Auktionator 1,2 Millionen Euro netto.

Hochkarätiges aus einer Berliner Sammlung

Hier kommt auch eine bislang unbekannte Berliner Privatsammlung ins Spiel. Der Sammler, den vor allem die deutschen Expressionisten und Veristen, aber auch gegenstandslose Arbeiten interessierten, trug in vier Jahrzehnten Werke auf hohem Niveau zusammen und trennt sich nun von knapp siebzig Positionen wieder, etwa von Ernst Ludwig Kirchners druckgrafischer Rarität „Frauen am Potsdamer Platz“ von 1914. Dieser einzig bekannte farbige Abzug des Motivs aus Kirchners nervös flirrenden Berliner Straßenszenen stellt die verzerrten, modisch in Himmelblau und Grün gekleideten Kokotten auf einer Verkehrsinsel übergroß ins Zentrum, während um sie herum die farblosen schwarzen Passanten hektisch umherlaufen (Taxe 500.000 bis 700.000 EUR). Mit der Farblithografie „Russisches Tänzerpaar“ von 1909 konnte der Berliner ein weiteres seltenes grafisches Werk von Kirchner erwerben (Taxe 200.000 bis 300.000 EUR). Von Kirchners Brücke-Kollegen Otto Mueller stammt dann das charakteristische Blatt „Stehendes Mädchen vor Bäumen“, mit dem der Expressionist um 1925 die Einheit von Mensch und unberührter Natur heraufbeschwor (Taxe 80.000 bis 120.000 EUR).

An Kunst des Blauen Reiters legte sich der Berliner Sammler unter anderem zwei stark stilisierte, geheimnisvolle Kopfdarstellungen Alexej von Jawlenskys zu: den „Mystischen Kopf: Trotz“ um 1918 und den „Abstrakten Kopf: September“ von 1927 (Taxe je 250.000 bis 350.000 EUR). Auch Paul Klee ist mit von der Partie und stellt die tektonisch geschichteten kompakten Häuser-Aquarelle „Kairuan“ von 1916 und „Westöstliche Bauten“ von 1928 zur Verfügung (Taxe je 150.000 bis 250.000 EUR). Eine der spannendsten Arbeiten des Berliner Konvoluts bildet Wassily Kandinskys 1926 komprimierte Leinwand „Behauptend“. Die ruhige, ausgewogen gestaltete, geometrische Komposition war Teil der legendären Sammlung von Solomon R. Guggenheim, der das Werk direkt vom Künstler erwarb. Die Preisvorstellung ist mit 1 bis 1,5 Millionen Euro nicht allzu hoch gegriffen und lässt einen intensiven Bieterwettstreit erwarten.

Hochkarätig sind zudem zwei Papierarbeiten von George Grosz, in denen er einen kritischen Blick auf die Gesellschaft der 1920er Jahre warf. Ein Schmankerl ist sein buntes Aquarell „Walzertraum“, eine Vorlage für Blatt 13 seiner bekannten „Ecce Homo“-Mappe von 1921. Grosz spiegelt in diesem grellen Großstadtleben ungeschönt das Verhalten der Menschen zur Zeit der Weimarer Republik: einen von Weltkrieg und Armut gezeichneten Streichholzverkäufer, mehrere kecke Dirnen und ihre feisten Freier, den Trunkenbold und den grimmigen Herrn mit Kappe, der etwas Böses im Schilde führt (Taxe 300.000 bis 500.000 EUR). Nicht weniger kritisch und harmlos ist Grosz’ lüsternes „Liebespaar“ von 1924 (Taxe 180.000 bis 250.000 EUR), zu dem sich dann noch Otto Dix’ einschlägige Matrosenkneipe unter dem Titel „Salon d’amur“ aus dem Hamburger Rotlichtmilieu um 1922 gesellt (Taxe 150.000 bis 250.000 EUR). Dem „Verlangen“ frönte gleichfalls der Bildhauer Georg Kolbe und formte 1923 eine kniende nackte Frau mit sinnlich zurückgeworfenem Haupt und erhobenen Armen. Das Bronze-Unikat ist für 150.000 bis 250.000 Euro zu haben.

Dann zieht verstärkt die gegenstandslose Kunst in die Berliner Sammlung ein, etwa Willi Baumeisters freie ungezwungene Formfindung „Kegelspiel mit Schaukel“ von 1947/53 (Taxe 200.000 bis 300.000 EUR) oder Ernst Wilhelm Nays buntes Scheibenbild „Helle Chromatik“ von 1962 in einem überraschend luftigen Duktus mit viel Weiß (Taxe 400.000 bis 600.000 EUR). Dagegen hat Piero Dorazio 1961/62 seine Leinwand „Soffitto alla b.c.“ mit einem dichten blauen Netz sich kreuzender Linien komplett überzogen und übersetzt somit Eindrücke von Licht und Schatten in eine analytische Bildwelt (Taxe 250.000 bis 350.000 EUR). Mit dabei sind auch eine scharfkantige energische Stahlskulptur von Hans Uhlmann aus dem Jahr 1961 und ein kleines „Standing Mobile“ von Alexander Calder aus der Mitte der 1950er Jahre, die allerdings erst im Day Sale am 6. Dezember für 50.000 bis 70.000 Euro respektive 80.000 bis 120.000 Euro zum Aufruf kommen.

Gegenstandslose Nachkriegskunst

Über die Berliner Sammlung hinaus herrscht in der Kunst nach 1945 bei Ketterer die Abstraktion vor. Morris Louis’ monumentale Veil Paintings gelten als Inbegriff der amerikanischen Farbfeldmalerei. Einen erdfarbenen fließenden Schemen bildet seine über vier Meter breite Leinwand „Dalet Vav“ von 1958 aus (Taxe 500.000 bis 700.000 EUR). Zwei Jahre später durchstieß Lucio Fontana auf der anderen Seite des Atlantiks eine braune Leinwand und kreierte mit den „Buchi“, den Leinwandlöchern, ein frühes „Concetto spaziale“. Hinzu kamen hier schon einige „Tagli“, also Messerschnitte, wie auch braune, weiße und schwarze pastose Farbtupfen. So verwendet Fontana bei diesem Werk in der Tiefe der Buchi, der Unruhe der Tagli und der Erhabenheit der Farbtupfen skulpturale Elemente und öffnet die plane Leinwand zum Raum hin (Taxe 800.000 bis 1.200.000 EUR). In anarchischer Freiheit agierte Asger Jorn 1967 mit der Farbe wild auf einer Leinwand und hatte laut Titel „Une mime de rien (ou persque)“ – „Eine Schimäre von nichts (oder fast nichts)“ – kaum die Beschreibung eines Geschehens im Sinn (Taxe 350.000 bis 450.000 EUR).

Auf die Farbe Weiß hat Walter Leblanc 1976/77 sein Triptychon „Twisted Strings 130C X 450, Phases I, II, III“ konzentriert. Die feinen geometrischen Strukturen ergeben sich aus Baumwollfäden, die Leblanc in die weiße Farbe getaucht und dann in die Leinwand eingenäht hat (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR). Weitere ungegenständliche Arbeiten treten in Serie an, darunter Günther Ueckers ebenfalls weißes Triptychon „Anvers“ von 1962, das aus dem Schattenspiel der unterschiedlich eingeschlagenen Nägel seine Kraft bezieht (Taxe 300.000 bis 400.000 EUR). Gelbe Farbschatten trug Blinky Palermo auf vier farblose Aluminiumplatten mit schwarzen Rändern auf. Diese mehrteiligen Metallbilder zeigen Palermos Überwindung der strengen Geometrie und bestechen mit einer schwebenden Leichtigkeit (Taxe 700.000 bis 900.000 EUR). Einen Hauch günstiger liegt mit 500.000 bis 700.000 Euro Palermos achtteilige Folge von Metallbildern in Sonnengelb, wobei vier Platten durch unterschiedliche limettengrüne Farbfelder geteilt werden. Beide Gemäldefolgen gehören zu den letzten Arbeiten, die der jung verstorbene Palermo in seinem Todesjahr 1977 geschaffen hat.

In Farbschichten aus Rot, Gelb, Blau, Pink und Weiß löste Gerhard Richter sein „Abstraktes Bild“ von 1997 zwischen Kalkül und Zufall auf. Die mit dem Rakel erstellte Malerei hat eine internationale Ausstellungshistorie mit Stationen in Venedig, London, New York, Friedrichshafen, Washington und San Francisco hinter sich (Taxe 700.000 bis 900.000 EUR). Eine abstrakte Fotografie, die fast wie Malerei wirkt, hat Wolfgang Tillmans mit seinem „Greifbar 105“ zuwege gebracht. Das 2020 entstandene Werk aus der „Freischwimmer“-Serie bezeugt Tilmanns’ experimentelles und handwerkliches Können in schillernden Türkisnuancen mit schwarzen Partikeln (Taxe 200.000 bis 300 EUR). Katharina Grosse setzt mit ihrer gesprühten und ausgefransten Farbwucht von 2012 den markanten Schlusspunkt der Auktion (Taxe 130.000 bis 160.00 EUR).

Die (feste) Form beibehalten

Man muss schon schmunzeln, wenn Konrad Klapheck, der Meister des „Maschinenbilds“, sich mit den Gemälde „Der Bigamist“ gekonnt über menschliche Moralvorstellungen lustig macht. Aber tut er dies tatsächlich, oder ist die Leinwand mit der erfundenen technischen Konstruktion, die an eine Wandleuchte erinnert, nicht einfach die Projektionsfläche der eigenen Überzeugungen und damit besonders spannend? Dieses Werk von 1965 wird erstmals auf dem internationalen Auktionsmarkt für 180.000 bis 240.000 Euro angeboten, anders als die bekannte Grafikserie der „Campbell’s Soup I“. Andy Warhol widmete sich 1968 in dieser zehnteiligen Serie diversen Suppenrichtungen der beliebten US-amerikanischen Marke und schuf eine ikonische Arbeit der Pop Art. Hierbei handelt es sich um eines der seltenen vollständig erhaltenen Matching Sets aus einer deutschen Privatsammlung (Taxe 500.000 bis 700.000 EUR). Schon ein Jahr zuvor nahm sich der Pop Art-König „Marilyn Monroe“ her und vervielfältigte die Leinwanddiva ebenfalls zehnfach in verschiedenen Farbstellungen, die von dramatischen Schwarz-Grau über shocking Pink und Petrol bis zu Olivgrün und Braunrot reichen. Hier stehen dann 1,2 bis 2 Millionen Euro auf dem Preisschild.

Streng genommen weist Martha Jungwirths „Untitled (Maja I)“ von 2021 eigentlich keine zu feste Form auf. Trotzdem bleibt sie figurativ, nicht nur weil sie Goyas berühmte Maja-Bilder aus dem Prado zitiert, sondern weil Beine und Torso auf ihrer einen überlebensgroßen Leinwand doch gut erkennbar sind (Taxe 200.000 bis 300.000 EUR). Das Zitieren eines Alten Meisters interessierte auch Pablo Picasso 1958 in seinem „Portrait de jeune fille, d’après Cranach le jeune II“. Die farbintensive Hommage an Renaissancemeister ist einer der wenigen Linolschnitte des Spaniers, die auf dem Auktionsmarkt begehrt sind, und daher 180.000 bis 240.000 Euro verlangen kann. Eine Frau ganz in Schwarz, Grau und Weiß ist Picassos weinende „Femme au tambourin“ von 1939, die vormals im Besitz von Georges Bloch und Marina Picasso, der Enkelin des Künstlers, war (Taxe 450.000 bis 650.000 EUR).

Bleibt noch die Formwerdung im skulpturalen Sektor. Ein Unikat bildet Thomas Schüttes „Bronzefrau Nr. 12“ von 2003. Das Werk gehört zur Frauen-Serie des Bildhauers, die er zwischen 1998 und 2006 in insgesamt verschiedenen 18 Arbeiten ausführte. Hier liegt die Nackte bäuchlings auf einem kalten verrosteten Stahltisch und blickt mit einem schmerzverzerrten Gesichtsausdruck zum Betrachter (Taxe 1.000.000 bis 1.500.000 EUR). Noch deformierter ging Alfred Hrdlicka in den 1960er Jahren bei seiner Steinskulptur „Marsyas III“ ans Werk: Der „Abgenommene Schächer“ ist nur noch ein Torso aus zwei Beinen, dem Brustkorb, einem Arm und ein Stück Wirbelsäule und kombiniert das Martyrium der mythologischen Gestalt mit den Leiden der Gekreuzigten aus der Bibel (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR). Eine formfreie Bildersprache wählte Hans Arp 1949 bei seinem Lebzeitguss „Tête sur griffes“ (Taxe 80.000 bis 120.000 EUR), ebenso Tony Cragg 2007 bei seiner geschichteten Holzstele „Chain of Events“, aus der sich Silhouetten von Köpfen zu schälen scheinen (Taxe 200.000 bis 300.000 EUR).

Der Evening Sale beginnt am 5. Dezember um 17 Uhr, der Day Sale am 6. Dezember um 13 Uhr. Eine Besichtigung der Werke ist in München vom 30. November bis zum 5. Dezember möglich.

Kontakt:

Ketterer Kunst

Joseph-Wild-Straße 18

DE-81829 München

Telefon:+49 (089) 552 440

Telefax:+49 (089) 552 441 66

E-Mail: infomuenchen@kettererkunst.de

Startseite: www.kettererkunst.de



28.11.2025

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Weitere Inhalte:

Gesamt Treffer 33

Seiten: 1  •  2  •  3  •  4

Events (2)Adressen (1)Kunstsparten (3)Stilrichtungen (3)Kunstwerke (24)

Veranstaltung vom:


05.12.2025, Evening Sale

Veranstaltung vom:


06.12.2025, Day Sale

Bei:


Ketterer

Kunstsparte:


Arbeiten auf Papier

Kunstsparte:


Skulptur

Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Stilrichtung:


Moderne Kunst







Lucio Fontana,  Concetto Spaziale, 1960

Lucio Fontana, Concetto Spaziale, 1960

Taxe: 800.000 - 1.200.000 EURO

Losnummer: 7

Martha Jungwirth,  Untiteld (Maja I), 2021

Martha Jungwirth, Untiteld (Maja I), 2021

Taxe: 200.000 - 300.000 EURO

Losnummer: 46

Thomas Schütte,  Bronzefrau Nr. 12, 2003

Thomas Schütte, Bronzefrau Nr. 12, 2003

Taxe: 1.000.000 - 1.500.000 EURO

Losnummer: 47

Ernst Ludwig Kirchner,  Frauen am Potsdamer Platz, 1914

Ernst Ludwig Kirchner, Frauen am Potsdamer Platz, 1914

Taxe: 500.000 - 700.000 EURO

Losnummer: 26

George Grosz,  Walzertraum, 1921

George Grosz, Walzertraum, 1921

Taxe: 300.000 - 500.000 EURO

Losnummer: 25

Morris Louis, Dalet Vav, 1958

Morris Louis, Dalet Vav, 1958

Taxe: 500.000 - 700.000 EURO

Losnummer: 57

Gerhard Richter,  Abstraktes Bild, 1997

Gerhard Richter, Abstraktes Bild, 1997

Taxe: 700.000 - 900.000 EURO

Losnummer: 48

Georg Kolbe,  Verlangen, 1923

Georg Kolbe, Verlangen, 1923

Taxe: 150.000 - 250.000 EURO

Losnummer: 42

Konrad Klapheck,  Der Bigamist, 1965

Konrad Klapheck, Der Bigamist, 1965

Taxe: 180.000 - 240.000 EURO

Losnummer: 40

Walter Leblanc,  Twisted Strings 130C X 450, Phases I, II, III, 1976/77

Walter Leblanc, Twisted Strings 130C X 450, Phases I, II, III, 1976/77

Taxe: 100.000 - 150.000 EURO

Losnummer: 33

Otto Mueller,  Stehendes Mädchen mit Bäumen, um 1925

Otto Mueller, Stehendes Mädchen mit Bäumen, um 1925

Taxe: 80.000 - 120.000 EURO

Losnummer: 43

Edvard Munch,  Frühlingstag auf Jeløya, 1915

Edvard Munch, Frühlingstag auf Jeløya, 1915

Taxe: 700.000 - 900.000 EURO

Losnummer: 19




Copyright © '99-'2025
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce