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Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel

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Landschaft an der Nidda, 1898 / Hans Thoma

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Germaine Krull als Fotografin und Autorin in Essen

Germaine Krull mit Contax, um 1932

Mit einer umfassenden Retrospektive würdigt das Museum Folkwang in Essen ab diesem Wochenende das Schaffen von Germaine Krull und stellt die Fotografin auch als Schriftstellerin und Journalistin vor. Dafür haben die Kuratorinnen Kerstin Meincke und Petra Steinhardt rund 400 Fotografien, Texte, Dokumente sowie audiovisuelle Materialien aus dem reichhaltigen Nachlass ausgewählt, der seit 1995 im Museum Folkwang beheimatet ist. Indem sie Krulls Texte und Fotografien in einen Dialog bringen, beleuchten Meincke und Steinhardt ihr Selbstverständnis und ihr Selbstbewusstsein als Künstlerin, Denkerin und Frau. Gerade äußere Umstände, insbesondere der Zweite Weltkrieg, prägten ihr Leben und Schaffen und führten schließlich dazu, dass Krull eine bewusste Abkehr von Europa vollzog, um in Thailand und Indien neue Lebensmittelpunkte zu finden. So war Krull in Bangkok auch als Managerin des Oriental Hotel tätig.

Die 1897 in Posen geborene Germaine Krull ist bis heute vor allem für ihre Fotografien der 1920er und 1930er Jahre im Stile des „Neuen Sehens“ bekannt. Der Ausstellungsrundgang eröffnet Perspektiven, die von ihrer Studienzeit im München der 1910er Jahre über ihre bahnbrechenden fotografischen Arbeiten der Zwischenkriegszeit bis zum fotografischen „Spätwerk“ reichen, das die Forschung bisher nur marginal beachtet hat. Zudem nehmen Meincke und Steinhardt Krull auch als Textautorin und Chronistin des 20. Jahrhunderts in den Blick. Parallel zu ihrem fotografischen Werk verfasste sie ab den späten 1920er Jahren autobiografische und autofiktionale Texte, Reportagen, politische Berichte und literarische Erzählungen. Mit dem Verweis auf „Chien Fou“, „Verrückter Hund“, ihr Alter Ego und zugleich Titel ihres ersten autofiktionalen Werks von 1934, rückt die Ausstellung Krull als eigenständige Stimme in einem bewegten Jahrhundert in den Vordergrund und trägt der politischen, transnationalen und auch transkulturellen Komplexität ihres Lebenswerks Rechnung.

Die Ausstellung „Germaine Krull: Chien Fou – Autorin und Fotografin“ läuft vom 28. November bis zum 15. März 2026. Das Museum Folkwang hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags und freitags bis 20 Uhr geöffnet. Geschlossen bleibt am Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag und Silvester. Der Eintritt beträgt regulär 9 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Museum Folkwang
Museumsplatz 1
D-45128 Essen
Telefon: +49 (0)201 – 88 45 444


27.11.2025

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Veranstaltung vom:


28.11.2025, Germaine Krull: Chien Fou - Autorin und Fotografin

Bei:


Museum Folkwang

Kunstsparte:


Fotografie

Stilrichtung:


Fotokunst

Stilrichtung:


Moderne Kunst

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Stilrichtung:


Bauhaus

Variabilder:

Germaine Krull, Portrait Jean Cocteau, Paris um 1929
Germaine Krull, Portrait Jean Cocteau, Paris um 1929

Variabilder:

Germaine Krull, La tour Eiffel, Paris. Prise de vue du 1er étage, 1928
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