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Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel

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Rolf Glasmeier in Gelsenkirchen

in der Ausstellung „Rolf Glasmeier: Frieden im Kopf“

Rolf Glasmeier ist einer der vielen Künstler, die aus den Köpfen der Leute verschwunden sind. Dabei war der mehrfach ausgezeichnete Grafikdesigner und Hochschulprofessor in der Kunstszene des Rheinlands und des Ruhrgebiets während der 1970er und 1980er Jahre recht präsent. Doch nach seinem frühen Tod 2003 in Gelsenkirchen wurde es recht ruhig um ihn. Dies will nun das Kunstmuseum Gelsenkirchen ändern und hat eine Retrospektive auf den Weg gebracht, die den Künstler, Grafiker und Ausstellungsmacher mit über 140 Werken vorstellt, seine künstlerische Entwicklung nachzeichnet, seine Netzwerke in der lokalen wie auch europäischen Kunstszene vor allem im Rahmen der „Neuen Tendenzen“ unter die Lupe nimmt und seinen Beitrag zu Op-Art und Kinetischer Kunst würdigt.

Rolf Glasmeier, der 1945 in Pewsum bei Emden zur Welt kam und mit seinen Eltern 1949 nach Gelsenkirchen zog, absolvierte hier in den frühen 1960er Jahren eine Ausbildung zum Schriftsetzer. Zwischen 1965 und 1968 studierte er Visuelle Kommunikation unter anderem bei Otl Aicher an der Hochschule für Gestaltung Ulm, die demokratische Werte durch eine klare, verständliche und soziale Gestaltung vertrat. Basierend auf konstruktiv-konkreten Formstudien, entwickelte Glasmeier noch in Ulm sein erstes „Kaufhaus-Objekt“. Diese meist quadratischen Reliefbilder setzte er aus industriell gefertigten Alltagsgegenständen wie Briefkastenklappen, Profilschienen, Lichtschaltern, Festergriffen, Toilettenpapierhaltern oder Metallscharnieren in seriellen Strukturen zusammen. Nach demselben Prinzip gestaltete Glasmeier dann auch freistehende Objekte. Schon diese „Kaufhaus-Objekte“, die in der Gelsenkirchener Ausstellung eine zentrale Rolle einnehmen, laden die Betrachter*innen zur Partizipation ein: Indem man sie ihrer Funktion entsprechend gebraucht, verändern die Kunstwerke ihr äußeres Erscheinungsbild.

In den 1970er Jahren erweiterte Rolf Glasmeier seinen künstlerischen Bezug zu Gesellschaft und Umwelt durch neue Materialien und Formfindungen: Er schuf Assemblagen und Installationen aus Fundstücken wie Verpackungen, Konsumresten oder natürlichen Werkstoffen wie Holz, Textil und organischem Material. Mit seinen Arbeiten im öffentlichen Raum, wie dem mit gelben Punkten auf blauem bemalten Gasspeicher „Ball“ von 1985 auf der Emscherinsel, reagierte Glasmeier auf vorgefundene Situationen und begründete ein eigenes Kapitel der Land Art im Ruhrgebiet. Einen weiteren Schwerpunkt richtet die Schau deshalb auf seine prozessorientierten Arbeiten und macht sie durch Modelle und Skizzen zugänglich. Rauminstallationen wie seine „Meditationsoasen“, die Denken und Fühlen ansprechen sollten, werden durch fotografische und filmische Dokumentation vermittelt. Zudem dokumentiert die Präsentation seine Aktionen im öffentlichen Raum wie den „Frieden im Kopf“ von 1984, mit denen er die gesellschaftspolitischen Verhältnisse in den Blick nahm, geht auf sein grafisches und fotografisches Schaffen ein und lässt den Organisator von Ausstellungen sowie interdisziplinären Symposien und den Förderer von Künstler*innen lebendig werden.

Die Ausstellung „Rolf Glasmeier: Frieden im Kopf“ ist bis zum 8. März 2026 zu sehen. Das Kunstmuseum Gelsenkirchen hat dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Von Heiligabend bis Neujahr ist das Museum geschlossen. Der Eintritt ist frei.

Kunstmuseum Gelsenkirchen
Horster Straße 5-7
D-45897 Gelsenkirchen
Telefon: +49 (0)209 – 169 43 61


26.11.2025

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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16.11.2025, Rolf Glasmeier: Frieden im Kopf

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