Hiscox Kunstpreis für Junya Fujita  |  | Bei der Preisverleihung an Junya Fujita | |
Junya Fujita hat den Hiscox Kunstpreis 2025 erhalten, der an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) verliehen wird. Mit seiner Arbeit „Interstice of Listening“ konnte sich der gebürtige Japaner, der in der Klasse von Angela Bulloch studiert, gegen seine elf Mitbewerber*innen durchsetzen und darf sich nun über ein Preisgeld von 7.500 Euro freuen, das der Kunstversicherer Hiscox Deutschland finanziert. Fujita überzeugte die diesjährige Jury, die mit Maurin Dietrich, Direktorin des Kunstvereins München, Toby Kamps, Sammlungsleiter Moderne an der Hamburger Kunsthalle, und Alya Sebti, Direktorin ifa-Galerie in Berlin, besetzt war.
In ihrer Begründung führte die Jury aus: „Die mit einer Fotografie kombinierte Soundarbeit ‚Interstice of Listening‘ von Junya Fujita ist eine beeindruckende und zugleich stille Einladung zum genauen Hinschauen und Hinhören. Sie fordert keine Aufmerksamkeit ein – sie erzeugt sie. In einer Zeit, in der Geschwindigkeit zum Grundmodus geworden ist, eröffnet sein Werk einen Raum für Konzentration und für jene Form der Wahrnehmung, die wir so leicht verlieren. Fujita richtet den Blick auf das beinahe Alltägliche: auf Prozesse der Natur, auf minimale Veränderungen, auf Übergänge, die sonst unbemerkt bleiben. Durch die räumliche Setzung der Installation lässt uns der Künstler erfahren, dass es keine absolute Stille gibt. Sie zeigt, wie Natur, Raum und Wahrnehmung miteinander verschränkt sind, wie Klang und Stille in ständiger Beziehung stehen. Junya Fujita entscheidet sich für das Intensive im Unspektakulären: für das, was sichtbar wird, wenn wir bereit sind, länger zu verweilen.“
Seit 2008 vergibt der Spezialversicherer Hiscox in Kooperation mit der HFBK alljährlich im Herbst seinen Kunstpreis an Studierende der Hochschule und will damit einen Beitrag für die Entwicklung junger Künstler*innen am Beginn ihrer Karriere leisten. Neben Junya Fujita waren noch Jule Heinrich, Helen Hu, Sebastian Hvass, Anna Lorbeer, Yoav Perry, Kurt Röll, Kristina Shuster, Stina Stühmer und Loerdy Wesely für die Auszeichnung nominiert. Ihre künstlerischen Werke, die von Malerei über Wandarbeiten und Skulpturen bis hin zu Video- und Soundinstallationen reichen, sind noch bis zum 23. November im Atelierhaus der HFBK zu sehen.
Hochschule für bildende Künste Hamburg
Lerchenfeld 2
D-22081 Hamburg
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