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Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel

Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Landschaft an der Nidda, 1898 / Hans Thoma

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Stolze Millionenschätzungen bei Christie’s in New York

Der hochpreisige Kunstmarkt leidet derzeit nicht mehr an teurer Ware. Christie’s wartet in New York mit Toppreisen unter anderem in der Auktion „The Collection of Robert F. and Patricia G. Ross Weis“ auf. Allein die 18 Spitzenwerke von Klassikern des 20. Jahrhundert sollen am 17. November rund 180 Millionen US-Dollar erlösen. Dazu kommen weitere 60 Arbeiten, die Christie’s auf die anderen Versteigerungen der Marquee Week „20/21 Century“ aufgeteilt hat. Das Ehepaar Weis lebte mit dem größten Teil seiner Sammlung in seinem Haus in Sunbury, einer Kleinstadt im ländlichen Pennsylvania, wo die Familie 1912 ihre gleichnamige Supermarktkette gegründet hatte. Nach dem Tod von Patricia G. Ross Weis im vergangenen Jahr haben ihre Kinder nun Christie’s mit dem Verkauf beauftragt, nicht zuletzt deshalb, weil der Auktionsriese ihnen laut New York Times eine Summe von 200 Millionen US-Dollar garantiert hat.

Das Highlight ihrer Sammlung steht am Ende der Auktion. Es ist Mark Rothkos intensive Farbfeldmalerei „No. 31 (Yellow Stripe)“ von 1958 in leuchtendem Rot und Orange auf gelbem Fond. Hierfür sind rund 50 Millionen US-Dollar fällig. Davor tummeln sich etwa Pablo Picassos lyrisches Portrait von Marie-Thérèse Walter in der von sanften Pastelltönen getragenen, intimen Alltagsszene „La Lecture“ von 1932, das mit 40 Millionen US-Dollar umworben werden will, oder Piet Mondrians charakteristische „Composition with Red and Blue“ mit schwarzer Rasterung vor weißem Grund von 1939/41 für 20 bis 30 Millionen US-Dollar. Die Moderne hat zudem noch Henri Matisses flächige „Figure et bouquet (tête ocre)“ von 1937 (Taxe 15 bis 25 Millionen USD), Max Ernsts dunkle surrealistische Bronze „Le roi jouant avec la reine“ (Taxe 14 bis 18 Millionen USD) oder Georges Braques fauvistischen südfranzösischen Küstenstreifen „La Ciotat“ von 1907 zu bieten (Taxe 7 bis 10 Millionen USD). Freunde der gegenstandslosen Malerei werden etwa mit den dicken schwarzen Balken entlohnt, die Pierre Soulages in seiner „Peinture 161 x 200 cm, 14 novembre 1958“ (Taxe 5 bis 7 Millionen USD) und Franz Kline 1961 bei seiner Leinwand „Placida“ nutzten (Taxe 10 bis 15 Millionen USD).

Am selben Abend nur rund dreißig Minuten später Zeit startet bei Christie’s dann der „20th Century Evening Sale“, bei dem noch einmal knapp 370 Millionen US-Dollar zusammenkommen sollen. Hier findet sich David Hockneys Doppelportrait „Christopher Isherwood and Don Bachardy“ aus dem Jahr 1968. Das farbintensive Gemälde des schwulen Paares aus Los Angeles ist das erste einer Serie von sieben Doppelbildnissen, die Hockney bis 1975 anfertigte, und ebenfalls mit rund 50 Millionen US-Dollar bewertet. Heiß umkämpft dürfte auch eine der berühmten Ansichten auf den Seerosenteich aus Claude Monets Garten in Giverny sein, die aus dem Besitz des Kawamura Memorial DIC Museum of Art im japanischen Sakura stammt. Das Museum, das Ende März seine Tore geschlossen hat, will für die zwischen Grün und Violett changierenden, 1907 gemalten „Nymphéas“ 40 bis 60 Millionen Dollar sehen, die durch die Garantie einer dritten Partei schon abgesichert sind.

Mit insgesamt 62 Posten sind in der Abendauktion Gemälde, Skulpturen, Georges Seurats nebelig verhangene Zeichnung „L’Hôtel des Invalides, vue d’un parapet de la Seine“ (Taxe 700.000 bis 1.000.000 USD) oder Man Rays ungehörige Fotografie des weiblichen Hinterteils „Sade, Pas Terminé“ von 1933 zu erwerben (Taxe 1,8 bis 2,5 Millionen USD). Zeitlich beginnt es im 19. Jahrhundert mit Joseph Mallord William Turners Rhein-Vedute „Ehrenbreitstein, or The Bright Stone of Honour and the Tomb of Marceau, from Byron’s ‚Childe Harold’s Pilgrimage‘“ für 12 bis 18 Millionen Dollar, während John Singer Sargents Venedig-Ausschnitt „Corner of the Church of San Stae“ aus dem Jahr 1913 dann schon ins 20. Jahrhundert überleitet (Taxe 6 bis 8 Millionen USD). Impressionistisches steuert etwa noch Pierre-Auguste Renoir mit seinem Halbakt einer „Baigneuse“ für 7,5 bis 10 Millionen Dollar bei, Postimpressionistisches etwa Paul Signac mit seiner pointillistisch getupften Hafenansicht „Quai de l’Odet“ in Quimper von 1923 (Taxe 5 bis 8 Millionen USD).

Basierend auf seiner Serie der „Contrastes des formes“ schuf Fernand Léger 1914 seine dynamische „Composition (Nature Morte)“ aus Linien, kubischen Formen und Farbstrichen (Taxe 15 bis 25 Millionen USD). Flammenartig flackern bei Georgia O’Keeffes „The Red Maple at Lake George“ seit 1926 die rot-grauen Blattsegmente hoch (Taxe 10 bis 15 Millionen USD). Zu den Schmankerln aus der Zeit nach 1950 gehören Richard Diebenkorns „No #40“ aus der geometrischen Stadtaufsichtserie „Ocean Park“ (Taxe 15 bis 25 Millionen USD), Lucian Freuds gleich hoch bewertetes Atelierbild „The Painter surprised by a Naked Admirer“ von 2004/05, sein „Naked Portrait in a Red Chair“ von 1998/99 (Taxe 3,5 bis 5,5 Millionen USD) und Joan Mitchells gestisch abstrahierte Blumenwiese „Sunflower V“ von 1969 (Taxe 12 bis 18 Millionen USD). Bei den Skulpturen hängt Alexander Calders Mobile „Painted Wood“ von 1943 als größte seiner ersten „Constellations“ spielerisch von der Decke herab (Taxe 15 bis 20 Millionen USD), während Alberto Giacomettis stolze „Buste d’Homme (Diego)“ von 1959 gewohnt fest auf dem Boden steht (Taxe 5 bis 8 Millionen USD).


12.11.2025

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


17.11.2025, The Collection of Robert F. and Patricia G. Ross Weis

Veranstaltung vom:


17.11.2025, 20th Century Evening Sale

Bei:


Christie’s

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Malerei

Kunstsparte:


Skulptur

Kunstsparte:


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Fotografie

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Stilrichtung:


Romantik








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