Altmeister-Schenkung für das Herzog Anton Ulrich-Museum  |  | Willem Cornelisz Duyster, Lesende Dame mit Kavalier | |
Das Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig freut sich über einen wichtigen Zuwachs. Aus dem Nachlass des Sammlerpaars Gisela und Eberhard Kornrumpf aus Hannover hat es neunzehn Meisterwerke von niederländischen und flämischen Künstlern des 17. und 18. Jahrhunderts erhalten. „Die Sammlung Kornrumpf ist in ihrer Qualität wie in ihrer Zusammensetzung eine außerordentlich wertvolle Ergänzung unseres Bestandes“, betont Silke Gatenbröcker, Leiterin der Gemäldegalerie. In ihrer Vielfalt spiegele sie eine große Bandbreite der niederländischen Malerei dieser Epochen wider: Landschaften, Genrestücke, Stillleben und Historienbilder. „Viele der vertretenen Künstler waren bislang nicht in unserer Sammlung präsent. Durch diese Stiftung schließen sich zahlreiche Lücken und eröffnen sich zugleich neue Perspektiven auf die niederländische Malerei“, so Gatenbröcker.
So befinden sich beispielsweise Werke bedeutender Landschaftsmaler wie Jan van Goyen, Herman Saftleven d.J. oder Alexander Keirincx und der Genrekunst von Willem Cornelisz Duyster, Jacob Duck, Quiringh Gerritsz van Brekelenkam und Cornelis Dusart unter den Gemälden. Aber auch selten in deutschen Museen vertretene Positionen wie Gysbrecht Leytens oder Pieter de Neyn sind nun Braunschweig zu finden. Hinzu kommt Dirck Helmbreekers „Anbetung der Hirten“, ein seltenes Rundbild und qualitätvolles Beispiel seines zwischen niederländischer und römischer Kunst vermittelnden Schaffens. Es war 1985 das erste von Gisela und Eberhard Kornrumpf erworbene Werk. Einen Höhepunkt bildet Salomon van Ruysdaels „Befreiung der Stadt Brielle“, eine Verbindung von Landschaft und Historie, die ein Schlüsselereignis des niederländischen Befreiungskriegs zeigt und als letztes Werk 2016 in die Sammlung Kornrumpf kam. Die Gemälde sollen in einer eigenen Studioausstellung der Öffentlichkeit präsentiert werden. |