Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Anzeige

Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel

Berliner Ansicht Unter den Linden mit Reiterstandbild Friedrichs des Großen, 1920 / Otto Pippel
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Landschaft an der Nidda, 1898 / Hans Thoma

Landschaft an der Nidda, 1898 / Hans Thoma
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Die künstlerische Welt von Huguette Caland in Hamburg

in der Ausstellung „Huguette Caland – A Life in A Few Lines“

Huguette Caland ist eine im deutschen Kunstbetrieb bislang unterschätzte Künstlerin. Das wollen die Deichtorhallen in Hamburg nun ändern und präsentieren in einer umfassenden Ausstellung mit rund 300 Arbeiten das Schaffen der 2019 verstorbenen Libanesin. Dabei beeindruckt die Konsequenz, mit der Caland ihr Leben selbst zum Ausgangspunkt ihrer Kunst machte. „Das Medium, das ich für meine Kunst verwende, ist größtenteils mein eigenes Leben. … Jeder einzelne Austausch, ein Blick, ein Lächeln, eine kurze Begegnung.“ Das schlägt sich in ihrem vielgestaltigen Werk aus Gemälden, Zeichnungen, Skulpturen, Collagen, Textilien und Texten nieder, in dem Huguette Caland Formen der Selbstfindung in Beziehung zu anderen erforscht. In zehn Kapiteln zeichnet die Ausstellung anhand der Kunstwerke Calands Leben und ihre ausgedehnte Reise zwischen Kulturen und Kontinenten nach und spricht ihre thematische Vielfalt von Körper, Erotik, Erinnerung, Zugehörigkeit, Landschaft und Tod an.

Huguette Caland kam 1931 in Beirut als Tochter von Bechara El-Khoury, dem ersten Präsidenten des Libanon, zur Welt und wuchs in der kosmopolitisch geprägten Oberschicht des Landes auf. Doch schon früh entschied sie sich, den gesellschaftlichen Erwartungen zu trotzen. So heiratete sie Paul Caland, den Neffen eines politischen Rivalen ihres Vaters. Während ihrer Ehe hatte sie einen Liebhaber, der häufig in ihren Werken auftaucht. 1964 begann sie dann ein Studium der Bildenden Kunst an der American University of Beirut. 1970 beschloss Caland, ins freigeistige Paris zu ziehen und ihre Familie und ihren Liebhaber zurückzulassen, um sich ganz ihrer Kunst zu widmen. 1989 ging sie dann nach Venice in Kalifornien und kehrte 2013 nach Beirut zurück, wo sie bis zu ihrem Tod blieb.

Die Schau setzt unter der Überschrift „Werden“ mit ihrem ersten Gemälde, dem fast monochromen „Red Sun/Cancer“ von 1964, ein, dem ihr „Self Portrait in Smock“ von 1992 beiseite gestellt ist, das die Künstlerin fast dreißig Jahre später vor dem früheren Werk zeigt. Offen und humorvoll verhandeln in den folgenden Kapiteln die in Paris entstandenen Werkreihen wie „Flirt“ von 1972 oder „Homage to Pubic Hair“ von 1992 Fragen nach Sexualität, Erotik und Körperlichkeit. Am bekanntesten ist Calands Serie „Bribes de Corps“ aus den 1970er Jahren mit ihren zugleich abstrakten und äußerst sinnlichen Darstellungen von Augen, Mündern, Gesäßen, Schenkeln und anderen sich berührenden Körperteilen. Zur selben Zeit gestaltete Caland für den Pariser Designer Pierre Cardin eine Haute-Couture-Kollektion mit Kaftanen und Abayas als eine Kombination aus arabischen Traditionen mit grafisch-spielerischen Textildesigns.

Sprache, Identität und Kommunikation, aber auch Landschaften, einzelne Orte und urbane Räume sind weitere Leitmotive von Calands Kunst. Dafür stehen Arbeiten wie „Kaslik“ von 1968, „Exit“ von 1970, „Venice“ von 1985, „Nude Letters“ von 1991/92 oder die „Cityscapes“, an denen Huguette Caland von 1998 bis 2005 arbeitete. Letztere bilden einen Übergang zu den großformatigen, teppichartig wirkenden Werken ihrer letzten Schaffensphase. Diese gestaltete sie immer aus Teilstücken auf ihrem Schoß, sodass sie sich erst nach und nach zu einem Ganzen zusammensetzten. Sie können Sinnbild für die vielfältigen interkulturellen Bezüge in Leben Calands sein, die unterschiedliche Sichtweisen zu einer Perspektive vereinen konnte.

Die Ausstellung „Huguette Caland – A Life in A Few Lines“ läuft bis zum 26. April 2026. Die Deichtorhallen Hamburg haben dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr sowie jeden 1. Donnerstag im Monat bis 21 Uhr geöffnet; geschlossen bleibt an Heiligabend und Silvester. Der Eintritt beträgt 14 Euro, ermäßigt 9 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre ist er frei. Der Ausstellungskatalog aus dem Distanz Verlag kostet 45 Euro.

Deichtorhallen Hamburg
Deichtorstraße 1-2
D-20095 Hamburg
Telefon: +49 (0)40 – 32 10 30


06.11.2025

Quelle: Kunstmarkt.com/Johannes Sander

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Gesamt Treffer 20

Seiten: 1  •  2  •  3

Events (1)Adressen (1)Kunstsparten (4)Stilrichtungen (2)Variabilder (11)Künstler (1)

Veranstaltung vom:


24.10.2025, Huguette Caland – A Life In A Few Lines

Bei:


Deichtorhallen Hamburg

Kunstsparte:


Textilien

Kunstsparte:


Mode

Kunstsparte:


Malerei

Kunstsparte:


Skulptur

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Variabilder:

Huguette Caland, Venice II, 1985
Huguette Caland, Venice II, 1985








News vom 12.12.2025

Lichtkunstpreis für Daniel Hausig

Lichtkunstpreis für Daniel Hausig

Gabriele Münter in Ravensburg

Gabriele Münter in Ravensburg

München restituiert Renaissance-Gemälde

München restituiert Renaissance-Gemälde

Johan Holten geht nach Kopenhagen

Johan Holten geht nach Kopenhagen

Ceal Floyer gestorben

Ceal Floyer gestorben

News vom 10.12.2025

Trauer um Wolfgang Petrick

Trauer um Wolfgang Petrick

Turner Prize geht an Nnena Kalu

Turner Prize geht an Nnena Kalu

Mit 100 Euro zu einem Werk von Picasso

Mit 100 Euro zu einem Werk von Picasso

News vom 09.12.2025

Sonnabend Collection in Mantua eröffnet

Sonnabend Collection in Mantua eröffnet

Moritz Riesenbeck in Köln

Moritz Riesenbeck in Köln

Núria Quevedo gestorben

Núria Quevedo gestorben

Hamburg zeigt ein Update der Ausstellungsreihe „Kunst um 1800“

Hamburg zeigt ein Update der Ausstellungsreihe „Kunst um 1800“

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Neumeister Münchener Kunstauktionshaus - Ignaz Günther und Werkstatt, Kruzifix, um 1765

Ein viel diskutiertes Kruzifix zum erfolgreichen Jahresabschluss
Neumeister Münchener Kunstauktionshaus

Grisebach GmbH - Paula Modersohn-Becker, Selbstbildnis nach halblinks, 1906

Weltrekorde, Bieterschlachten und hervorragende Verkaufsquoten
Grisebach GmbH

Kunsthaus Lempertz - Sehr seltener und bedeutender Geyao-Teller, China, Südliche Song-/Yuan-Zeit

Sagenhafte und historische Wunder Asiens
Kunsthaus Lempertz





Copyright © '99-'2025
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce